Meine liebsten Liedtexte

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Meine liebsten Liedtexte

Beitrag von Sandwirbel am Mo Jul 22 2013, 18:38

Ich poste hier mal Liedtexte, die ich besonders mag, dann könnt ihr sie lesen, ohne das Lied hören zu müssen :P
Ne, eigentlich versteht man die Texte manchmal nicht gut, daher poste ich die Texte.

Das Meer:

Der Wind hat gedreht, und die Flut kommt herein,
Dunkelgrau mit einem silbrigen Schein,
Und über die Mole, da fliegt schon die Gischt,
Wenn die Welle aufläuft und die Brise auffrischt.
Mit einem Mal füll‘n sich die Priele im Sand,
Und über den kahlen, verlassenen Strand
Treibt der Wind trock‘ne Algen und Schaum vor sich her.
Es ist da, das gewaltige, ewige Meer.

Auf hellem Türkis tanzen glitzernde Lichter,
Auf teerschwarzer Brandung weiß schäumende Wut.
Es hat tausend Farben und tausend Gesichter
Im ewigen Wechsel von Ebbe und Flut.
Erfüllt von Geschichten aus uralten Tagen,
Beladen mit Spuk und Spökenkiekerei‘n,
Umwoben von Märchen, Legenden und Sagen.
Wieviele Geheimnisse schließt es wohl ein?

Wie vielen bedeutet es Leben und Brot?
Ein paar starke Arme, ein Netz und ein Boot.
Das braucht ‘s, damit keiner je Not leiden muß,
Das Meer schenkt uns Nahrung im Überfluß.
Wie vielen bedeutet es Arbeit und Lohn,
Handwerk überliefert vom Vater zum Sohn,
Wie viele Seeleute haben ihr Geschick
Auf Gedeih und Verderb mit dem Meer verstrickt?
Wieviele Boote und Schiffe mag es wohl tragen,
Zu dieser Stunde auf dem Erdenrund?
Und wieviele schlafen, von Stürmen zerschlagen,
Mit Schätzen beladen tief auf seinem Grund?
Es ist Kommen und Gehn, es ist Nehmen und Geben,
Und wie die Gezeiten, unstet wie der Wind.
Es ist zärtlich und grausam, ist Tod und ist Leben,
Und es läßt uns erahnen, wie winzig wir sind.

Wir bringen ihm einen erbärmlichen Dank.
Die Pflanzen zerstört und das Seegetier krank,
Was da kreuchte und fleuchte verendet im Teer,
Wir verseuchen das Meer und mißhandeln es schwer.
Die Ufer verpestet und übel schimpfiert,
Von Zimmervermietern zubetoniert,
Von Pissbuden und Imbißständen gesäumt,
Doch es kommt eine Flut, die das alles wegräumt!

Und tobend und tosend schlägt es an die Klippen
Mit ungebrochener Urgewalt.
Ich schmecke den salzigen Staub auf den Lippen,
Nein, das Meer, das ergibt sich uns wohl nicht so bald!
Wie wir es vergiften, mißachten und schänden,
Wir stören nicht lange sein Gleichgewicht.
Es wird uns nur abschütteln von seinen Stränden,
Wir brauchen das Meer, doch das Meer braucht uns nicht!
Frei!:

Die Tür aus gold‘nem Draht steht unverschlossen,
Nur einen Augenblick, doch lang genug.
Das Fenster, achtlos angelehnt, knarrt leise
Und öffnet einen Spaltbreit sich im Zug.
Das ist die grosse, langersehnte Chance,
Sie kommt nur einmal, jedes siebte Jahr:
Der Käfig offen und zugleich das Fenster,
Ergreife sie im Flug, jetzt nimm sie wahr!
Den Kopf tief eingezogen ins Gefieder,
Ein Zögern, dann ein rascher Flügelschlag,
Um aufzusteigen aus der dunklen Stube
Hoch in den gleissend hellen Vormittag.

Frei, frei, frei!
Endlich frei!
Der Gefangenschaft entflohen,
Alles and‘re einerlei,
Du bist frei, frei, frei,
Endlich frei!

Du, das Symbol der Freiheit, eingeschlossen,
Die Welt auf zwei Spannweiten eingeengt,
Das eig‘ne Bild als einzigen Gefährten
Im Spiegel, der an einem Kettchen hängt.
Nur ein Bewegungsablauf immer wieder
Bis zur Verzweiflung, stumpfsinnig gemacht.
Ein Tuch, über das Drahtgeflecht geworfen,
Bestimmt, ob für dich Tag ist oder Nacht.
Manchmal flatterten Schatten vor dem Fenster,
Da war ein Zanken, Zetern und Getos‘,
Das Rascheln und das Singen ihrer Schwingen -
Wie beneidetest du sie um ihr Los!

Frei, frei, frei!
Endlich frei!
Der Gefangenschaft entflohen,
Alles and‘re einerlei,
Du bist frei, frei, frei,
Endlich frei!

Du ziehst am klaren Himmel deine Kreise,
Den Wind unter den Flügeln wie im Rausch,
Ein eis‘ger Hauch statt der vertrauten Wärme,
Verlor‘n, verirrt und doch ein guter Tausch!
Du wirst dein Valparaiso nicht finden,
Nur Neid und Zank um deine Federpracht,
Um ein paar Krumen aus dem Abfall streiten,
Um eine Mauernische heute nacht.
Du wirst nicht lang hier draussen bleiben können,
Von Hunger und von Kälte ausgezehrt,
Du wirst dein Valparaiso nicht finden,
Doch jeder Flügelschlag dahin war‘s wert!

Du bist frei!
Endlich frei!
Der Gefangenschaft entflohen,
Alles and‘re einerlei,
Du bist frei, frei, frei,
Endlich frei!
Frieden:

Dein Bild in den Spätnachrichten,
Wimmernder, sterbender Soldat.
Eine Zahl in den Kriegsberichten,
Ein Rädchen im Kriegsapparat,
Für einen Schachzug zerschossen
Und für ein Planquadrat im Sand,
Für einen Wahn hast du dein Blut vergossen
Und immer für irgendein gottverdammtes Vaterland!

Wann ist Frieden,
Endlich Frieden,
Wann ist Frieden, endlich Frieden und all das Elend vorbei!
Wann ist Frieden,
Endlich Frieden,
Wann ist Frieden, endlich Frieden und das Ende der Barbarei!

Vielleicht sechs oder sieben Jahre,
Von Granatsplittern verletzt
Im Flur ein Kind auf einer Bahre,
Ein leises Weinen nur zuletzt.
So sieht es aus, das Bild des Sieges,
Und alle wissen es nur zu gut!Und den Preis zahl‘n die Kinder des Krieges
Von Belfast bis Soweto, von Sarajevo bis Beirut.
Wann ist Frieden,
Endlich Frieden,
Wann ist Frieden, endlich Frieden und all das Elend vorbei!
Wann ist Frieden,
Endlich Frieden,
Wann ist Frieden, endlich Frieden und das Ende der Barbarei!

Ruhmsüchtiger Kriegsminister,
Ehrgeiz‘ger, greiser General
Und eure Mordgeschwister,
Ihr Handlanger im Arsenal:
Habt ihr niemals diese Visionen?
Und ihr da im Rüstungskonzern:
Sie sterben durch eure Kanonen,
Und es klebt Blut an euren saubren Händen, ihr sogenanntenehrenwerten Herrn!,

Wann ist Frieden,
Endlich Frieden,
Wann ist Frieden, endlich Frieden und all das Elend vorbei!
Wann ist Frieden,
Endlich Frieden,
Wann ist Frieden, endlich Frieden und das Ende der Barbarei!

Wenn die Kriegsherrn im Nadelstreifen,
Die wahren Schuldigen geächtet sind,
Wenn Soldaten endlich begreifen,
Daß sie potentielle Tote sind.
Wenn von Politikerversprechen
Sich nur dieses erfüllt von all‘n,
Wird eine bessere Zeit anbrechen,
Denn: „Wer noch einmal eine Waffe in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfall‘n!“ *

Wann ist Frieden,
Endlich Frieden,
Wann ist Frieden, endlich Frieden und all das Elend vorbei!
Wann ist Frieden,
Endlich Frieden,
Wann ist Frieden, endlich Frieden und das Ende der Barbarei!

* Franz-Josef Strauß, 1949 im Wahlkampf zum 1. Bundestag: Wer noch einmal ein Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen!
Erbarme dich:

Die Räder rumpeln den schlaglochzerfurchten Weg entlang,
Die Zugmaschine ächzt und dröhnt im zweiten, dritten Gang,
Der Hänger folgt schlingernd den Schlangenlinien.
Zwei Dutzend Pferde sind die Ladung, Schlachtvieh ist die Fracht,
Vier Nächte und vier Tage und vielleicht noch eine Nacht,
Von Litauen bis hinunter nach Sardinien.
Dreitausend Kilometer liegen vor dem Elendstreck
Durch Kälte, Angst und Hitze auf dem zug‘gen Ladedeck,
Mit groben Seilen lieblos festgebunden.
Dreitausend Kilometer eingepfercht und festgezurrt
Bei jeder Kurve schmerzt der rauhe Strick, der harte Gurt
Scheuert bei jedem Rucken in den Wunden.
Erbarme dich,
Erbarme dich!
Erbarme dich der Kreatur,
Sieh hin und sag nicht, es ist nur
Vieh!
Sieh hin und erbarme dich!

Sie leiden stumm, fast zwanzig Stunden geht die Reise schon.
Die erste Rast in Zebrzydowice, der Zollstation,
Ein stumpfer Tierarzt stempelt die Papiere,
Würdigt die Pferde keines Blickes, nach drei Stunden nur
Treibt man sie wieder auf den Wagen, beginnt die Tortur
Von neuem für die längst erschöpften Tiere.
Mit Schlägen und mit Tritten die Laderampe hinauf
Und strauchelt eines, stürzt eines und bricht eines den Lauf,
Dann stoßen sie es mit Elektrostäben,
Wieder und wieder auf, auch wenn‘s wieder und wieder fällt.
Nur für ein Tier, das überlebt, gibt es am Ende Geld
Und nur ein Tier, das steht kann überleben.

Erbarme dich...

Und weiter, immer weiter ohne Rast, es drängt die Zeit.
Die Tiere längst zu Tod erschöpft, der Leidensweg noch weit,
Die Fracht verletzt, gemartert und geschunden.
Beim Tanken noch ein Eimer Wasser, die letzte Ration,
Der letzte Schlagbaum vor dem Schlachthof, die letzte Station
Und rohe Knüppel knall‘n in offne Wunden.
Eine Betonwanne, ein Bolzenschuß, achtlos gesetzt,
Ein wildes Aufbäumen im Todeskampf und ganz zuletzt
Dringt aus den Kehlen eine Todesklage,
Ein Laut, so schaurig, der schon nicht mehr von dieser Welt ist.
In einem Todesschrei, den du dein Lebtag nicht vergißt,
Endet in Cagliari alle Plage.

Erbarme dich...
Füchschen:

Hör was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub‘ ihm nicht!

Hey Füchschen, siehst du Isegrimm, den Ehrenmann,
Das noble Wams mit dem Designertüchlein dran?
Wie er so erdverbunden scherzt, bemüht, sich anzubiedern.
Wie er so freundlich tut, wie er so volksnah lacht,
Wie er auf „ich bin doch auch einer von Euch!“ macht.
Der Isegrimm beginnt, mich anzuwidern.
Hat er doch lange schon vergessen, wo und wer wir sind,
Vor Geltungssucht zerfressen und vor Machtgier blind,
Sieht er sich nur noch selbst, der aufgeblas‘ne Gockel.
Der beim Försterball noch eben mit der Wölfin tanzt
Und dreist schon hinterm Schuppen mit der Ziege ranzt,
Will jetzt mit eit‘lem Ehrgeiz auf den Sockel.
Du hast gesehn, wie Isegrimm die Treue bricht.
Und wenn er dir das Blaue vom Himmel verspricht:
Füchschen, glaub‘ ihm nicht!

Hör was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub‘ ihm nicht!

Und vor Schwarzkittel, Füchschen, nimm dich ja in acht,
Er heuchelt Demut, doch er schielt nach der Macht,
Er täuscht und trügt mit frommen Redensarten.
Er predigt Wasser, dabei trinkt er selber Wein
Und redet dir Schuld und Sünden ein
Und wildert an der Brut im eignen Garten.
Immer salbungsvoll, immer verkorkst und geil,
Sorgt sich der schlimme Finger um dein Seelenheil.
Sieh ihn selbstgerecht die teig‘gen Hände reiben!
Er will dich eingeschüchtert und verschreckt und brav,
Will dich als willenloses, stummes Schaf,
Denn nur mit Ahnungslosen kann er‘s so bunt treiben.
Doch gleichviel ob der schmierige Wicht
Dir Fegefeuer oder Paradies verspricht,
Füchschen, glaub‘ ihm nicht!

Hör was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub ihm nicht!

Und Füchschen, hüte dich vor der Frau Gieremund.
Nur Gift und Geifer sprudeln aus ihrem Schlund.
Sie unterwirft sich hündisch und aus freien Stücken.
Mit ihrem immer gestrigen Gejaul
Redet sie dem Pfaffen nach dem Maul
Und fällt den eignen Schwestern in den Rücken.
Und meide klug den Bullenbeißer Rüsteviel,
Seine Spießgesellen und sein Narrenspiel.
Wo du die witterst, mußt du schlimmes ahnen.
Sie haben nie dem dunklen Bösen abgeschwor‘n.
Sie ziehen dir das Fell über die Ohr‘n
Und die alte Losung* steht noch auf ihren Fahnen.
Und wenn da einer von Ehre, Stolz und Pflicht,
Von Vaterland und Gehorsam spricht,
Füchschen, glaub ihm nicht!

Hör was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub ihm nicht!

Ich bin ein alter Knochen und mein Fell wird grau,
Ich kenn‘ die Fallen und die Wolfseisen genau,
Kenn‘ die Schrunden und die Beul‘n, wenn sie das Fell dir gerben.
Ich kann dich lehr‘n, vor der kläffenden Meute zu flieh‘n,
Die Kunst, den Kopf aus der Schlinge zu zieh‘n,
Diesen Schlitz im Ohr, den kann ich dir vererben.
Lehr dich geschmeidig gehn, gegen den Wind,
Lehr dich Worte, die wie giftige Köder sind,
Dann werd‘ ich lautlos seitwärts im Gebüsch verschwinden.
Dann halt die Augen auf, pass‘ auf wie ein Luchs,
Wasch dich mit allen Wassern, kleiner Fuchs,
Du mußt allein die eigne Wahrheit finden.
Und wenn jemand aus dem Unterholz bricht
Und die allein seligmachende Weisheit verspricht,
Füchschen, glaub ihm nicht!

Hör was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub m i r nicht!

* In der Waidmannsprache = Kot

Nach J.W. Goethes Dichtung „Reineke Fuchs“
Kati und Sandy:

Kati und Sandy aus der zehnten Klasse
Im Schulzentrum in der Thälmanstraße.
Kati haßt deutsch und Sandy Mathematik,
Und beide stehn auf Rave und Techno, – jede Art von Musik.
Die gleichen Haare, die gleiche Art sich zu kleiden,
Die gleichen Löcher in den Jeans, immer zusammen die beiden.
Zuhaus immer Zoff, zuhaus immer Krach,
Und ihre Zuflucht ist vom Supermarkt das Parkhausdach.

Zwischen Fahrstuhl, Müllcontainern und Einkaufswagen,
Manchmal kann man das Leben nur noch hier oben ertragen.
Katis Mutter stresst den ganzen Tag für jede Kleinigkeit,
Sandys Vater hängt im Sofa, schon am Mittag breit.
Und dann kommen seine fiesen, ekligen Sprüche,
Und Mutter hört die lustg‘en Musikanten in der Küche.
Manchmal ist alles so sinnlos, hat alles keinen Zweck,
Manchmal sehnen sich die beiden weit, weit weg.

Weit weit weg aus diesem Film, raus aus der Kulisse,
Dem Parkhaus, dem Gestank von Autos und Pisse.
Und dann läßt Sandy schon mal zwei, drei von den Fläschchen
mitgehn,
Die im Supermarkt körbeweis vor der Kasse stehn,
Die, die den lustigen Spaß im Glas verheißen.
Das reicht dann, um für ein paar Stunden auszureißen,
Aus der Trostlosigkeit, aus dem Schrott, aus dem Schwund,
In eine Welt, wie im Werbefernsehn, so schön und so bunt.

Kati und Sandy, Kati und Sandy

Kati kriegt ‘ne fünf in Deutsch, ein Heidentheater
Und Sandy voll den Streß mit ihrem Vater.
Der grabscht sie an, der schlägt um sich im Zorn,
Und Sandy klaut ihm seine Flasche mit dem Apfelkorn.
Und die Volksmusik spielt, und die Türen knallen,
Und Sandys Schritte im Treppenhaus hallen
Im kahlen Betonschacht noch lange nach,
Und Kati wartet schon auf sie auf dem Parkhausdach.
Vor dem Graffiti beim Fahrstuhlhaus zusammengesunken,
Der Fröhlichmacher ist ausgetrunken.
Die Flasche rollt und scheppert im Treppenhaus,
Nein, es führt sie kein Weg aus diesem Elend hier ‘raus.
Da ist keiner, der versucht sich einzuschalten,
Da ist keiner, der versucht, sie aufzuhalten,
Da ist auch kein Freund, der sagt: „Komm mit, scheiß egal,
Was bess‘res als keinen Ausweg findest du allemal!“

„Wir machen alles zusammen!“, haben sie sich geschworen.
Aneinandergekauert, den Walkman auf den Ohren.
Und die Nähe und die Wärme der and‘ren tut gut
Auf dem zugigen Dach, und die Musik macht Mut.
Und sie halten sich wie Liebende bei den Händen,
Nur noch einen Schritt und alles wird sich wenden!
Und zusammen vom sechsten Parkhausdeck
Fliegen die beiden, weit, weit weg …

Kati und Sandy
Lilienthals Traum:

Er weiß, daß seine Reise hier zuendegehen wird,
Auf diesem Feldbett, in diesem Waggon, er hat sich nie geirrt.
Der Arzt und Gustav flüstern und sie flüstern über ihn,
Nach Stölln gekommen, um ihn heimzuholen nach Berlin.
Die Räder hämmern auf die Gleise, Bilder ziehen schnell vorbei:
Die Mutter am Klavier, von ferne Schumanns „Träumerei“,
Das Elternhaus in Anklam, Schule, Mißerfolg und Zwang,
Versteckt in Sommerwiesen mit Gustav tagelang
Dem Flug der Störche nachzusehn auf schwerelosen Bahnen,
Ihr Aufsteigen, ihr Schweben zu begreifen und zu ahnen:

Du kannst fliegen, ja, Du kannst!
Laß den Wind von vorne wehn,
Breite die Flügel, Du wirst sehn:
Du kannst fliegen, ja, Du kannst!

Die ersten Flugversuche von den Dörflern ausgelacht.
Um den Spöttern zu entgehn, unternimmt er sie nur bei Nacht.
Eine neue Konstruktion, ein neues Flugexperiment,
Die Ziffern 4771, sein erstes Patent!
Agnes vor dem Haus im Garten in dem langen, schwarzen Kleid,
Agnes voller Lebensfreude, Agnes voller Herzlichkeit.
Dann Sonntags mit den Kindern ‘raus zum Windmühlenberg gehn,
Die Welt im Fluge aus der Vogelperspektive sehn
Auf riesigen, baumwollbespannten Weidenrutenschwingen.
Sommer 1891 und jetzt wird er es erzwingen!

Du kannst fliegen, ja, Du kannst!
Laß den Wind von vorne wehn,
Breite die Flügel, Du wirst sehn:
Du kannst fliegen, ja, Du kannst!

Wie die Holme knarren, wie der Wind in den Spanndrähten singt,
Wie der Flügel überm Horizont sanft und adlergleich schwingt,
Wie das Auf und Ab der Lüfte seine Flugmaschine wiegt!
Seine Beine sind ganz taub, wie lange er wohl schon so liegt?
Der Doktor kommt aus Rhinow, und er sagt, ein heft’ger Schlag
Traf den dritten Halswirbel, was immer das bedeuten mag.
Was mag Agnes fühl’n und was die Kinder, wenn sie es erfahr’n?
Agnes war immer besorgt, nie ohne Angst in all den Jahr’n.
Man kann die Sehnsucht nicht erklär’n, man muß sie selbst erleben:
Drei Schritte in den Abgrund und das Glücksgefühl zu schweben!

Du kannst fliegen, ja, Du kannst!
Laß den Wind von vorne wehn,
Breite die Flügel, Du wirst sehn:
Du kannst fliegen, ja, Du kannst!

Ein guter Wind aus Ost an diesem Sonntag im August.
Schon der erste Flug geht weit ins Tal hinunter, eine Lust!
Der zweite wird noch weiter gehn. Da reißt’s ihn steil empor,
Fast steht er still, wirft Beine und den Oberkörper vor,
Der Wind schlägt um, er bringt den Apparat nicht mehr zur Ruh’,
Und senkrecht stürzt er aus dem Himmel auf die Erde zu.
Den Sturz kann er nicht mehr parier’n, unlenkbar ist sein Verlauf,
Mit einem Krachen schlägt er mit dem rechten Flügel auf.
War’s Leichtsinn? War’s ein Unglück? War’s sein eigner Fehler eben?
Nie und nimmer wird er sich und seinen Traum geschlagen geben!

Du kannst fliegen, ja, Du kannst!
Laß den Wind von vorne wehn,
Breite die Flügel, Du wirst sehn:
Du kannst fliegen, ja, Du kannst!

Der Schlaf kommt wie ein guter Freund. Gut, daß er jetzt heimkehrt.
Ein erster Schritt zum Menschenflug, Gott weiß, er war es wert!
Den nächsten werden andre tun, der Mensch wird irgendwann
Die ganze Welt umfliegen können, wenn er will, und dann
Wird er sich aus der Enge der Gefangenschaft befrei’n,
Mit allen Grenzen werden alle Kriege überwunden sein!
Er hört die Kinderstimmen und er spürt, Agnes ist da
In dem dunklen Waggon. Jetzt ist er seinem Traum ganz nah:
Er sieht die Störche fliegen, sieht sich selbst in ihrem Reigen
Frei und schwerelos, durch eigne Kunst, ins Sonnenlicht aufsteigen!

Du kannst fliegen, ja, Du kannst!
Laß den Wind von vorne wehn,
Breite die Flügel, Du wirst sehn:
Du kannst fliegen, ja, Du kannst!
Gute Nacht Freunde:

Gute Nacht, Freunde, es wird Zeit für mich zu geh‘n.
Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Steh‘n.
Für den Tag, für die Nacht unter eurem Dach.
Habt Dank für den Platz an eurem Tisch, für jedes Glas, das ich trank,
Für den Teller, den ihr mit zu den euren stellt, als sei selbstverständlicher nichts auf der Welt.
Gute Nacht, Freunde, es wird Zeit für mich zu geh‘n.
Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Steh‘n.
Habt Dank für die Zeit, die ich mit euch verplaudert hab‘
Und für Eure Geduld, wenn‘s mehr als eine Meinung gab.
Dafür, daß ihr nie fragt, wann ich komm‘ oder geh‘,
Für die stets offene Tür, in der ich jetzt steh‘.

Gute Nacht, Freunde, es wird Zeit für mich zu geh‘n.
Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Steh‘n.
Für die Freiheit, die als steter Gast bei euch wohnt.
Habt Dank, daß ihr nie fragt, was es bringt, ob es lohnt.
Vielleicht liegt es daran, daß man von draußen meint,
Daß in euren Fenstern das Licht wärmer scheint.


So, das wars jetzt erstmal. Ich hoffe, ihr versteht, warum mir die Texte so zusetzen (sie sind auch an meiner Laune schuld, zumindest die oberen). Das untere habe ich auch genommen, weil ich es schön finde und ich finde, dass alle Menschen so sein sollten.

Sandwirbel
Königin oder Vater

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Re: Meine liebsten Liedtexte

Beitrag von Donnerschatten am Mo Jul 22 2013, 22:32

Gosh das könnten viele werden.

Lass mich allein" - Bushido:
Mach dein Ding was auch immer du für richtig hälst.
Du bist ehrlich, immer wenn du dich verstellst.
Es ging so schnell, leider hielt die Zeit nicht an, als wir am Abgrund standen, bist du zu weit gegang'.
Es fühlt sich Scheiße an, wenn Freunde dir den Rücken kehrn'.
Wir sind ein Tal, aber baun' keine Brücken mehr.
Ich bin zurückgekehrt, wo ist dein Revier?
Ich bin der Kind, doch hab mich nie für die Krone interessiert, yeah.
Du hast Kohle im Visier auch wenn du oben bist mit mir, darfst du den Kontakt zum Boden nicht verliern'.
Zeiten ändern Dich, doch es gibt Dinge die sich nie verändern.
Stress - Mein Kopf ist voll wie mein Terminkalender.
Ich kann nicht Schlafen, kann nicht Essen hab den Magen leer.
Das ich dir irgendwas bedeutet hab ist Jahre her.
Ich sage garnix mehr, alles nur Schein - Wenn ich begraben werd, ist alles vorbei.

Hook:
Ich hab gedacht das es passt mit uns Zwein.
Bruder keiner sieht mich in der Nacht wenn ich wein', bitte lass mich allein.
Ich hab gesehen wer du bist, egal ob ich's versteh oder nicht.
Ich hab gedacht das es passt mit uns Zwein.
Keiner sieht mich in der Nacht wenn ich wein', bitte lass mich allein.
Ich hätte jeden Fehler verziehn'.
Ich nenne keinen Grund, auch wenn es mehrere gibt.


Part 2:

Und ich merke wie die Tage nich vergehn.
Spar die deine Mails du brauchst garnicht erst zu fragen wie's mir geht.
Meine Lage ist besch...
Meine Lage ist okay.
Ich mache halt das beste draus, und plane meinen Weg.
Du hast anderes im Sinn - Alles kein Problem.
Es kommt darauf an, das man Sachen nicht verdreht.
Und ehrlich zu sich selbst ist.
Du hast Erfolg und siehst zufrieden aus.
Aber wie kannst du heut' noch in den Spiegel schaun?
Nimm deine Wertsachen - Lauf werd alleine glücklich,
Ich hab die Ernsthaft vertraut.
Du nahmst keine Rücksicht.
Weißt du noch wo du geschlafen und gegessen hast?
Es kann nicht sein das du alles schon vergessen hast.
All der Luxus wo hast du deinen Wagen her?
Wegen mir schwimmst du im Geld - Dagobert!
Ich sage garnichts mehr alles nur Schein - Wenn ich begraben werd, ist alles vorbei.

Hook:
Ich hab gedacht das es passt mit uns Zwein.
Bruder keiner sieht mich in der Nacht wenn ich wein', bitte lass mich allein.
Ich hab gesehen wer du bist, egal ob ich's versteh oder nicht.
Ich hab gedacht das es passt mit uns Zwein.
Bruder, keiner sieht mich in der Nacht wenn ich wein', bitte lass mich allein.
Ich hätte jeden Fehler verziehn'.
Ich nenne keinen Grund, auch wenn es mehrere gibt.

Part 3:

Es ist wie es ist, die Wahrheit tut weh.
Ich konnte nicht mal Arbeiten gehen.
Während ich da saß wollt der Tag nicht vergehen.
Ich hätt' mit dir geredet - Gar kein Problem.
Ja ich hab gedacht - Ich könnte dir vertrauen.
Das Schlimme daran ist - Ich habe echt daran geglaubt.
Ich wollte reden, doch leider warst du nicht vor Ort.
Ich fühl mich so als hätt ich einen Bruder verlorn!


Hook:
Ich hab gedacht das es passt mit uns Zwein.
Bruder keiner sieht mich in der Nacht wenn ich wein', bitte lass mich allein.
Ich hab gesehen wer du bist, egal ob ich's versteh oder nicht.
Ich hab gedacht das es passt mit uns Zwein.
Bruder, keiner sieht mich in der Nacht wenn ich wein', bitte lass mich allein.
Ich hätte jeden Fehler verziehn'.
Ich nenne keinen Grund, auch wenn es mehrere gibt.

Staatsfeind" von Agonoize:
Ich frag mich schon seit geraumer Zeit
Fehlt's diesem Land an Gerechtigkeit?
Wo ist der Sinn? Wo ist die Struktur
An diesem Übermaß an Zensur?!

Staatsfeind!!!

Bin ich pervers, nur weil ich auf andre Dinge steh?
Und die Welt nicht mit deinen Augen seh?
Das ganze Land versinkt in einer Lethargie
Es bleibt kein Raum mehr für Ideologie
Es ist der Frust einer Generation
Die Zeit ist reif für die Revolution
Hab keine Lust mehr nur noch stumm zu sein
Denn manchmal möchte ich nur noch schreien!

Es kotzt mich an, dass ich nicht leben kann, wo ich will
Es kotzt mich an, dass ich nicht tragen kann, was ich will
Es kotzt mich an, dass ich nicht sein kann, wie ich will
Es kotzt mich an, dass ich nicht sagen kann, was ich will
Es kotzt mich an ...
Es kotzt mich an ...

Staatsfeind!

Ich bin ich ...
Ich bin wie ich bin ...
Ich bin ich ...
ich bin wie ich bin ...

Hab keine Lust auf eine Welt
In der nur noch mein Äußeres zählt
Ich hab die Weichen längst gestellt
Also leck mich, wenn's dir nicht gefällt!

Hab keine Lust nur stramm zu stehn
Um in der Masse unterzugehen
Armes Land, arme Welt
Also fick dich, wenn's dir nicht gefällt!

Staatsfeind!

Bin ich ein Staatsfeind?

Vielleicht schwimme ich gegen den Strom
Doch auch ich bin Teil dieser Nation
Der Staat diktiert, inspiziert und kontrolliert
Während ihr euch abgestumpft reproduziert

Ich hab es satt dumm rum zu lügen
Um mich dem Schema F zu fügen
Wenn es nicht anders geht, dann hass mich, hass mich!
Wenn du mich ändern willst, fick dich, leck mich!

Hab keine Lust auf eine Welt
In der nur noch mein Äußeres zählt
Ich hab die Weichen längst gestellt
Also leck mich, wenn's dir nicht gefällt!

Hab keine Lust nur stramm zu stehn
Um in der Masse unterzugehen
Armes Land, arme Welt
Also fick dich, wenn's dir nicht gefällt!

Staatsfeind!

Bin ich ein Staatsfeind?

In deinem Grab" auch von Agonoize:
(Hab keine Angst
Leg deinen Kopf zur Seite
Es tut nicht weh)

Ich bin bei dir, wohin du auch gehst
Ich bin bei dir, wohin du auch gehst

Ich spüre nichts in mir, bin völlig ausgebrannt
Der letzte Hauch von Mensch durch deinen Tod verbannt
Ich krieche wie ein Tier durchs letzte Tageslicht
Und halte zärtlich, was von dir noch übrig ist
So still und wunderschön trotz fauligem Gestank
Nur der Trennungsschmerz raubt mir den Verstand
Ich leg mich in dein Grab, mach meine Augen zu
Ich lass dich nie mehr geh´n, sag mir: wo bist du?

Wo bist du?

Ich bin bei dir, wohin du auch gehst
Ich bin bei dir, wohin du auch gehst
(Es tut nicht weh)

Jetzt lieg ich neben dir
Mein Körper regungslos
So völlig steif und kalt
Wie der deine - in deinem Grab

Du warst so hemmungslos
Jetzt bist du abgeschlafft
Kein Hauch von Leben mehr
Lässt mich alleine - in deinem Grab
in deinem Grab

Ich bin bei dir wohin du auch gehst

Jetzt lieg ich neben dir
Mein Körper regungslos
So völlig steif und kalt
Wie der deine - in deinem Grab

Du warst so hemmungslos
Jetzt bist du abgeschlafft
Kein Hauch von Leben mehr
Lässt mich alleine - in deinem Grab
In deinem Grab

Los, Lauf!" von Fler:
Hook 2x
Schau dich hier um, hier gibt es nichts zu gewinnen. Junge hier macht das Leben für dich einfach keinen Sinn. Los lauf, du musst endlich hier raus.

Part 1
Niemand hat mir je was geschenkt, ich scheiß drauf!
Ich hol mir was mir zusteht, das hier wird mein Einkauf.
Und Gott du bist mein Zeuge, die Kette ist aus Platin.
BMW war gestern, ich schreibe Texte im Ferrari.

Ich werde nie vergessen,
wir hatten nichts zu essen.
Die Klasse gab mir Fressen, danach noch die Tabletten.
Ich wusste nicht mehr weiter,
die Medizin macht müde.
Die Jugend war gef*ckt,
mein Leben, eine Lüge.

Yeah. Keiner hat an mich
jemals geglaubt all die Wichser. Heute sehen sie mich
im Club und sagen, ja das ist er! Guck mal ja das ist er,
(...) und Foto.
Tanz nach meiner Pfeife.
Breakedance und Gogo.

Ich hatte keine Freunde,
sie nannten mich Versager.
Ich hatte keine Träume,
kein Bruder und kein Vater.
Ich hatte nur Komplexe,
ich schaute in den Spiegel.
Kein Geld für was zu essen
und auch nicht für die Miete.

Hook 2x
Schau dich hier um, hier gibt es nichts zu gewinnen. Junge hier macht das Leben für dich einfach keinen Sinn. Los lauf, du musst endlich hier raus.

Part 2
Ich wollte was erreichen,
auf dem Konto war ein Minus.
Und heute geht der (...) aus.
Ich verdiene wie Casinos.
Ich hab mich nicht verändert,
doch ein bisschen die Klamotten. Der Bulle hält
mich an, ich frag, was hab ich verbrochen?

Ich lebe auf der Straße,
die U-bahn und die S-Bahn.
Jede Nacht alleine, von Montag bis Silvester.
Der Lehrer sagt tu dies,
der Lehrer sagt tu jenes,
doch ich hab nur gesagt, man pass auf was du redest!

Yeah, ich hatte keine Einsen
nur die Sechsen und die (..).
Ich durfte nicht auf Klassenfahrt, wirklich schade.
Ich wollte nicht wie ihr, in 80 Tagen um die Welt.
Man heute - Ich hab, ich hab, ich hab Style und das Geld.

Auf all die falschen Freunde, auf euch ist jetzt geschissen. Ich komm zu dir nach Hause, erstick dich mit nem Kissen. Dein Vater werd ich schlagen, die Mutter wird gebangt. Jetzt. Ich komm zurück wie Michael Meyers also renn weg.

Hook 2x
Schau dich hier um, hier gibt es nichts zu gewinnen. Junge hier macht das Leben für dich einfach keinen Sinn. Los lauf, du musst endlich hier raus.

'kay, mehr fallen mir auf die Schnelle nicht ein. Wird editiert. Alle Lieder haben eine besondere Bedeutung für mich weil ich sie in gewissen Situationen gehört habe oder höre.

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Re: Meine liebsten Liedtexte

Beitrag von Sandwirbel am Di Jul 23 2013, 15:35

Ich finde die Titel an sich schon sehr interessant. Ich finde es schön, dass du auch Lieder mit besonderer Bedeutung hast. Ich finde, man muss sich Lieder echt mal genau anhören und verstehen, was sie singen. Ich glaube, alle Lieder haben eine tiefere Bedeutung.

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Re: Meine liebsten Liedtexte

Beitrag von Limelight am Di Jul 23 2013, 17:31

Mein derzeitiges Lieblingslied ist Unbreakble Heart, einfach, weil ich den Text so "toll" finde. x.x

Three Days Grace - "Unbreakable Heart":
Hijacked when you weren’t looking
Behind your back people are talking
Using words that cut you down to size
You want to fight back
It’s building inside you
Holding you up
Taking you hostage
Yeah, it’s worth fighting for

They’ll try to take your pride
Try to take your soul
They’ll try to take all the control
They’ll look you in the eyes
Fill you full of lies
Believe me they’re gonna try
So when you’re feeling crazy
And things fall apart
Listen to your head
Remember who you are

You’re the one
You’re the unbreakable heart
You’re the one
You’re the unbreakable heart
You’re the one
You’re the one

Hijacked when you weren’t looking
Behind your back people are talking
Using words that cut you down to size
You want to fight back
You’re out in the open
You’re under attack
But your spirit’s not broken
You know it’s worth fighting for

They’ll try to take your pride
Try to take your soul
They’ll try to take all the control
They’ll look you in the eyes
Fill you full of lies
Believe me they’re gonna try
So when you’re feeling crazy
And things fall apart
Listen to your head
Remember who you are

You’re the one
You’re the unbreakable heart
You’re the one
You’re the unbreakable heart
You’re the one
You’re the one

Don’t look them in the eyes
Believe me they’re gonna try
To fill you up with lies

They’ll try to take your pride
Try to take your soul
(You’re the one, you’re the one)
They’ll look you in the eyes
Fill you full of lies

You’re the one
You’re the unbreakable heart
You’re the one
You’re the unbreakable heart
You’re the one
You’re the one

~~~~~~~~~~°*°~~~~~~~~~~~


»And she'll do anything for the limelight«

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Re: Meine liebsten Liedtexte

Beitrag von Schimmerstern am Di Jul 23 2013, 18:17

Traumvogel schrieb:Ich glaube, alle Lieder haben eine tiefere Bedeutung.
*hust* Ja, ich muss schon sagen, die Lieder aus den Charts haben wirklich unglaublich tiefsinnige Bedeutungen. *hust*

Hmhm, eure Texte ham was. Die Lieder selbst an sich mag ich größtenteils nich so (jojo, hobbyloses Schimmer hat se sich gleich ma angehört), aber die Texte sind natürlich wahr und regen zum Nachdenken an.
Geb ich auch ma meinen Senf dazu:

Victoria's Secret:
The light escapes her room tonight
Every little moment tells her, now it's time. 
Opening a new scar, closing the wounds with a knife
No more crying in the lanterns light.

Leave with the first light, go when you still see the moon. 
Run for the sunlight, gate is now open for you.

Dancing on the path and singing: "Now you got away!".
You can reach the goals that you have set from now on every day.
There is no way you would go back now - oh no, those days are past.
Life is waiting for the ones who love to live...
... and it is not a secret.

The shades of darkness filled her life.
In every single corner you can not turn right.
Night could pass for a day, in her lack of faith, she let it all fade away.
Once more, a cry in the lanterns light...

Lost in the sunlight, leave, you will not see the moon.
Walk for the first time, no one has waited for you.

Dancing on the path and singing: "Now you got away!"
You can reach the goals that you have set from now on every day.
There is no way you would go back now - oh no, those days are past.
Life is waiting for the one who loves to live...
... and it is not a secret.

Dancing on the path and singing: "Now you got away!"
You can reach the goals that you have set from now on every day.
There is no way you would go back now - oh no, those days are past.
Life's there for the ones who love to live and take it all, for it is free...

Dancing on the path and singing: "Now you got away!"
You can reach the goals that you have set from now on every day.
There is no way you would go back now, oh no, those days are past.
Life is waiting for the one who loves to live...
... And it is not a secret.

Replica:
I'm home again, I won the war,
And now I am behind your door.
I tried so hard to obey the law
And see the meaning of this all.
Remember me? Before the war?
I'm the man who lived next door...

Long ago.

As you can see, when you look at me,
I'm pieces of what I used to be.
It's easier if you don't see me
Standing on my own two feet. 
I'm taller when I sit here still,
You ask are all my dreams fulfilled
They made me a heart of steel,
The kind them bullets cannot see, yeah...

Nothing's what it seems to be,
I'm a replica, I'm a replica.
Empty shell inside of me;
I'm not myself, I'm a replica of me.

The light is green, my slate is clean,
New life to fill the hole in me.
I had no name, last december,
Christmas Eve I can't remember. 
I was in a constant pain,
I saw your shadow in the rain.
I painted all your pictures red,
I wish I had stayed home instead, yeah...

Nothing's what it seems to be,
I'm a replica, I'm a replica.
Empty shell inside of me;
I'm not myself, I'm a replica of me.

Are you gonna leave me now, when it is all over?
Are you gonna leave me, is my world now over?

Raising from the place I've been,
And trying to keep my home base clean.
Now I'm here and won't go back believe.

I fall asleep and dream a dream,
I'm floating in the silent stream.
No-one placing blame on me,
But nothing's what it seems to be, yeah...

Nothing's what it seems to be,
I'm a replica, I'm a replica.
Empty shell inside of me;
I'm not myself, I'm a replica

Nothing's what it seems to be,
I'm a replica.
Empty shell inside of me,
I'm a replica, I'm a replica.

Nothing's what it seems to be,
I'm a replica
Empty shell inside of me
I'm a replica of me.

I'm home again, I won the war,
And now I am behind the door.
I tried so hard to obey the law,
And see the meaning of this all.
Remember me? Before the war?
I'm the man who lived...

I have a right:

Give me the right to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To be everything I need.
To be me, to be safe, to believe... in something.

I have a right to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To be everything I need.
To be me, to be safe, to believe... in something.

Father, there’s a little flower
Beautiful and different, all alone, all alone.
Is it so, Dad? I’m not supposed to
Make the world anew, and be like you?
Am I you?

Give me the gift to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To be everything I need.
To be me, to be safe, to believe... in something

I have a right to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To be everything I need.
To be me, to be safe, to believe... in something.

Right to be heard,
To be seen,
To be loved,
To be me...

You made it clear right from the start
I am to take your sour heart within, one sad day.
But I will never teach my son
Embittered history, tried and true -
'Cause I’m not you!

I have a right to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To be everything...
I need to be me, to be safe, to believe... in something.

I have a right to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To have every gift I need.
To be me, to be safe, to believe... in something.

Give me the eyes so I see,
Give me ears so I hear,
Give me love so I know what love is,
Give me the freedom to think, to believe...
In something.

I have a right to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To be everything I need.
To be me, to be safe, to believe... in something.

I have a special right to grow up,
and to develope physically and spiritually
in a healthy and normal way.
Free, and with dignity.
I have the right to love and understanding.
My parents have special responsibilites
for my education and guidance.
I should be taught peace, understanding, tollerance,
and friendship among all people.

So give me the gift to hear, to see,
The love, the freedom to choose the things I feel,
To be right for the world you’ll leave me -
Give something!

Give me the right to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To be everything. I need to be me,
To be safe, to believe... in something.

I have a right to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To be everything. I need to be me,
To be safe, to believe... in something.

Ohh…

Give me the right to be heard,
To be seen, to be loved, to be free,
To be everything I need.
To be me, to be safe, to believe... in something.

Right to be heard, to be seen,
To be loved, to be free, to be everything.
I need to be heard, to be seen,
To be loved, to be free, to be everything.
I need to be heard, to be seen,
To be loved, to be free, to be everything.
I need to be heard.

In black and white:
I'm a doorman at my Death Row
(You faceless foe of heart)
An accent, a drop of darkest blood on snow
(White feather in the tar)
A tearstain on your frozen face
(A life in black and white)

You slaughtered my soul again
Tried my best to be worth, your two realities
You're breaking my heart again
To squeeze out a rhyme, I bid you farewell

Stupidity, ignorance, leave a light on for the blind

Now I will hit you where it hurts
Take what is rightfully mine, I need a sign
That you're worth fighting for
Winning or losing, alone
I am only a pawn

I'm tired of pleasing you
Discolored this emptiness, wrapped in a scheme
I ....delayed my dreams to see
Who blinded your eyes from things that are real

For me, I believe in the taste of bitter sweet
Dying fountains full of stories untold
After a history of losses attained the victory where it occurred
Lips so cold, the final testing ground for beautiful words

Diving in the seas of sin, without knowing where lies the bottom
Idle moments spawned you idle people, no morality, no soul

Sabotage or a fatal mistake?
Scandal born, new race
Unauthorized use, not stealing?
We've no rights, just passion and rage

People you know, on your side, touching concern
Stand on a chair and scream as the tables turn
Take a bow, take the blame, soon you'll wake up screaming your nightmare's name

Now I will hit you where it hurts
Take what is rightfully mine, I need a sign
That you're worth fighting for
Winning or losing, alone
I am only a pawn

People... People you know, on your side, touching concern
Stand on a chair and scream as the tables turn
Always a minute too late, now feel the burn
Wake up, friend, you're screaming the name of the

I'm a doorman at my Death Row
(You faceless foe of heart)
An accent, a drop of darkest blood on snow
(White feather in the tar)
A tearstain on your frozen face
(A life in black and white)

If you wish you see the sum of all my fears in many shades of gray
You’ll see
Your dreams in Black and White
Nightmares in Black and White.
Sweet dreams in Black and White
Your life is Black and White

Dream Thieves:
Welcome! Come in, yes this is me.
I gave once too much and now I can't get rid of you.
I can't be subtle, I can't be kind -
Why should I be there for you?
Fuck off and get a life!

Read a book unwritten,
Kill the poet's dream unhidden.
I wonder - did I love too much, cross the final line?
Rip my life and spread the news!
Cut my wings and make me choose.
I leave the fuckin' sword in the rock -
Feel hurt? Why I should give a damn?

I know I'm an easy target,
I'm sold on black market.
How would you feel if I stole what you need?
I give everything to you, what will you do?

What makes you think you won't burn in Hell?
You see a life but not mine.
Read me a line from your torture guide,
Download new lies on your scythe.

This is my vision, this is one man's decision:
Wise thinking from a fool,
For twisted minds I'm a tool.
I could be independent, but I can take the heat -
Variety of thieves make my illusions obsolete.

I know I'm easy target,
I'm sold on black market.
How would you feel if I stole what you need?
If I give everything to you, what will you do?

What makes you think you won't burn in Hell?!
You see a life - but not mine.
Read me a line from your torture guide,
Download new lies on your scythe.

What makes you think my words burn in hell?!
I have a life, read me a line -
Your diary lies... Please get a life.

... burn in hell!
You see a life but not mine.
Read me a line from your torture guide,
Download new lies on your scythe.

What makes you think -
What makes you think you won't burn in Hell?!
You see a life but not mine.
Read me a line from your torture guide,
Download new lies on your scythe.

What makes you think... 
Won't burn in Hell...?
You see a life...
Read me a line...
Your torture guide...
Download new lies...

The misery:

I write the lines you want me to,
With the words I dared to use of all:
The ones that you have taught me along the years

You cast a perfect shadow on the paper, fade away with sunlight.
I fear the way you know me, love can leave a stain...

You steal my only hope and make me
Stay awake another night.
I wish you bare with me, stay near me
When the autumn leaves have fallen.
Solitude, my pain, the last thing left of me...

If you fall I’ll catch.
If you love I’ll love.
And so it goes, my dear -
Don’t be scared, you’ll be safe,
This I swear.
If you only love me...

Seven lonely lies written on
Deadwinter’s night.
Open the only book with the only poem I can read
In blood I sign my name and seal
The midnight with a tear;
Burn the paper, every line for that I've cried.

If you fall I’ll catch,
If you love I’ll love,
And so it goes, my dear -
Don’t be scared, you’ll be safe,
This I swear.
If you only love me back...

I am the playwriter and you are my poem.
Make me cry for your love, 
Like you’ve done many times! 
So I know I can’t write these storylines without you.
Lady pain, make me strong,
Can’t we be together without them forever?

The words I write can only hurt you -
Sorry for the rain.
Thank you, my only one, you gave me this pain.
I leave you gently on the floor,
Take one step towards the door,
Where’s the letter never written, goodnight now…

If you fall I’ll catch,
If you love I’ll love, 
And so it goes, my dear -
Don’t be scared, you’ll be safe,
This I swear.
If you only love me back,
If you only love me back...

(If you fall I’ll catch,
If you love I’ll love, 
And so it goes, my dear -
Don’t be scared, you’ll be safe,
This I swear.)
If you'd only love me.

(Alle Texte von Sonata Arctica.)
Jo, das is nur n Bruchteil der vielen Songtexte, die ich mag und deren Texte zum Nachdenken anregen 'bzw. mir was bedeuten'.

EDIT: Oi, einen weiteren Song muss ich noch mitposten, dieses mal von nem andren Interpreten, weil die Bedeutung des Textes einfach wunderschön ist:

The Hush Sound - You are the moon:

Shadows all around you as you surface from the dark, 
Emerging from the gentle grip of night's unfolding arms.
Darkness, darkness everywhere - 
Do you feel alone?
The subtle grace of gravity, 
The heavy weight of stone.

You don't see what you possess: 
A beauty calm and clear.
It floods the sky, 
And blurs the darkness like a chandelier.
All the light that you possess 
Is skewed by lakes and seas; 
The shattered surface, 
So imperfect, 
Is all that you believe.

I will bring a mirror, 
So silver, so exact. 
So precise and so pristine, 
A perfect pane of glass.
I will set the mirror up, 
To face the blackened sky.
So you will see your beauty every moment that you rise.

~~~~~~~~~~°*°~~~~~~~~~~~



Dancing on the path and singing: "Now you got away!"
You can reach the goals that you have set from now on every day.
There is no way you would go back now - oh no, those days are past.
Life is waiting for the ones who love to live -
(and take it all for what it is - )
And that's not a secret.

Sonata Arctica - Victoria's Secret

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Re: Meine liebsten Liedtexte

Beitrag von Sandwirbel am Mi Jul 24 2013, 15:34

Ich habe noch ein paar Lieder hier... Das erste ist einfach nur lustig, aber mir machen die Symptome Sorgen... lest einfach selbst...

Ohne dich:

oh oh oh oh, jeah jeah jeah jeah, schubididubidi oh oh

Nur mit dir kann ich die Welt verstehn,
Mit dir nur entdeck‘ ich, daß Wunder gescheh‘n.
Ich hab‘ es mit andern versucht,
Doch mir wurde speiübel und ich hab‘ sie verflucht.
Nur Dir kann ich trauen,
Dich kann ich durchschauen,
Babe!

Und wenn ich dich einmal verlier‘,
Dann werd‘ ich zum Zombie, dann werd‘ ich zum Tier.
Dann ist für mich alles zu spät,
Dann setzt‘ ich mein Auto voll ins Blumenbeet.
Ohne dich im Leben
Bin ich total daneben,
Babe!

Ohne dich finde ich nicht nachhaus,
Keinen Hundehaufen laß ich aus,
Ohne dich beiß‘ ich in den Pokal,
Renn‘ ich gegen den Laternenpfahl,
Find‘ ich nicht mehr raus aus dem Lokal,
Und ich pinkel‘ auch schon mal ins Bücherregal!
jajaja jajaja jajaja jajaja jajaja jajaja, ja!
Ohooo hooo hoooh

oh oh oh oh, jeah jeah jeah jeah, schubididubidi oh oh

Ohne dich ist Schluß mit dem Verkehr,
Ohne dich grüße ich meine Freunde nicht mehr,
Ohne dich lauf‘ ich in den Morast,
Ohne dich küß ich Bello und Bello, der faßt!
Ohne dich geh ich unter,
Jede Treppe fall‘ ich runter,
Babe!
Ohne dich finde ich nicht nachhaus,
Keinen Hundehaufen laß‘ ich aus,
Ohne dich lauf‘ ich in den Kanal,
Schreit‘ ich durch das geschloss‘ne Portal,
Doch mein Optiker sagt mir, das sei ganz normal,
Wer die Brille nicht trägt, dem passiert das schon mal!
jajaja jajaja jajaja jajaja jajaja, ja!

Meine Brille!
Das Leben ist:

Mein Freund, du fragst vergebens:
Woher oder wohin
Der Zufall uns wie Schachfiguren schiebt.
Die Hälfte deines Lebens
Suchst du den Sinn darin,
Um festzustellen, daß das meiste keinen Sinn ergibt.

Das Leben ist großartig und irgendwann
Geschmacklos wie ein Dreigroschenroman.
Je mehr du es kennst, desto mehr siehst du ein: du kennst es nicht!
Ob richtig, ob falsch, weißt du erst hinterher,
Zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wär‘!
Was wundert dich dann eine Träne in einem lachenden Gesicht?

Unendlich viele Wege,
Du kannst sie alle geh‘n,
Sie alle sind von Zufällen gesäumt
Wähl‘ aus und überlege,
Um endlich einzuseh‘n,
Daß dich das Schicksal dahin, wo es dich haben will, räumt.

Laß dir nur den Rat geben:
Gib nur nichts auf den Rat
Des Wetterhahns, der mit jedem Wind tanzt!
Ich glaub‘, es zählt im Leben
Nur, daß du in der Tat,
Wie es auch mit dir umspringt, vor dir selbst gradstehen kannst.
Das wahre Leben:

Warmherzig, großzügig und liebevoll, stets die helfende Hand,
Gütig, klug und aufgeschlossen, aufopfernd und tolerant,
Stets ein offnes Ohr für Jedermann und -Frau und jederzeit
Immer Vorbild, immer selbstlos in stiller Bescheidenheit!
Zu gern wüßt ich, wer dies Prachtexemplar eines Menschen ist,
Nur leider hat er sich grad durch friedliches Ableben verpisst,
Und dies ist kein Bewerbungsschreiben für den Job des Ersatzheil‘gen der Stadt,
Ich studier nur grad die Traueranzeigen im Sonntagsblatt.

Das Erfund‘ne und das Wahre
Von der Wiege bis zur Bahre,
Das eröffnet sich beredt
Dem, der sie zu lesen versteht,
Auf den Punkt gebracht, gebündelt, im Telegrammstil kurz und knapp:
Das wahre Leben, das wahre Leben spielt sich doch in den Todes-anzeigen ab!

Während ich darüber nachdenk, entdeck ich das Phänomen,
Daß von allen Menschen immer nur die guten Menschen gehn.
Nur die edlen, nur die klugen, nur die mutigen, wie jeder weiß,
Nur die Vorbilder entschlafen viel zu früh und sanft und leis.
Nur die Guten treten ab und das heißt unabänderlich:
Es bleiben nur die Ekel übrig, Leute so wie du und ich.
Nur die Schweine leben ewig, aber das erklärt konkret,
Warum hierzulande alles langsam den Bach runter geht!

Da stehn Lügen und Intrigen,
Dass die Sargbretter sich biegen,
Der Tote sich im Grab umdreht,
Für den der zu lesen versteht,
Auf den Punkt gebracht, gebündelt, im Telegrammstil kurz und knapp:
Das wahre Leben, das wahre Leben spielt sich doch in den Todes-anzeigen ab!
Oder hat man je gelesen: Der war längst fällig! oder gar,
Daß der teure Heimgegangene ein schlimmer Stinkefinger war?
Widerwärtig bis zum Ende, Zwietracht war sein Lebenswerk,
Ein Geschwür, ein Spielverderber, ein giftiger, böser Zwerg.
Ewig hat der Sack genörgelt, hat uns jeden Spaß verpatzt,
Endlich und viel zu spät ist die alte Ratte abgekratzt.
Endlich hat der Sensemann der Zecke den Rüssel gekappt,
Hat ihm die Lampe ausgeschossen und die Hufe hochgeklappt!
Das Gereimte und Geschleimte
Niederträchtig Abgefeimte,
Schön verpackt in Pietät
Für den der zu lesen versteht,
Auf den Punkt gebracht, gebündelt, im Telegrammstil kurz und knapp:
Das wahre Leben, das wahre Leben spielt sich doch in den Todes-anzeigen ab!
So leg ich vorsorglich fest, was eines Tags in meiner steht,
Daß mein letztes Inserat nicht auch noch in die Hose geht,
Ich will kein teurer Verblich‘ner und kein Heimgeruf‘ner sein,
Ich will nicht noch ‘nen Verriss, ich will keine Lubhudelei‘n,
Nicht, daß noch Mike Krüger Candle-in-the-Wind-mäßig zum Schluß
Mein Gott Walter für den traurigen Anlass umdichten muß!
Ich mach‘s kurz und ich mach‘s schmerzlos, ich mach‘s preiswert und ich grüß‘
Alle die‘s am Sonntag lesen mit zwei Worten: und tschüs!


Übrigens, meine Quelle ist:
Link:

http://www.reinhard-mey.de


(Jetzt wisst ihr ja auch, wer diese Lieder geschrieben hat :P)

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Re: Meine liebsten Liedtexte

Beitrag von Terrawolf am Mi Jul 24 2013, 19:16

Bei mir wären das auch ein paar. Das meiste, was Schimmer genannt hat, würde hier nochmal stehn, aber es soll ja nicht alles zweimal hier auftauchen. Also hab ich jetzt ne kleinere Auswahl ^^

Die Flut:

Wenn ich in mir keine Ruhe fühl'
Bitterkeit mein dunkles Herz umspült
Ich nur warte auf den nächsten Tag
Der mir erwacht
Wenn Finsternis den klaren Blick verhüllt
Kein Sinn mehr eine Sehnsucht stillt
Ruf' ich mir herbei
Den einen Traum
Der sich niemals erfüllt

Und du rufst in die Nacht
Und du flehst um Wundermacht
Um 'ne bessere Welt zum Leben
Doch es wird keine andere geben

Wann kommt die Flut
Über mich
Wann kommt die Flut
Die mich berührt
Wann kommt die Flut
Die mich mit fortnimmt
In ein anderes großes Leben
Irgendwo

All' die Zeit so schnell vorüberzieht
Jede Spur von mir wie Staub zerfliegt
Endlos weit getrieben
Von unsichtbarer Hand
Gibt es dort am kalten Firmament
Nicht auch den Stern, der nur für mich verbrennt
Ein dumpfes Leuchten
Wie ein Feuer in der Nacht
Das nie vergeht

Und Du siehst zum Himmel auf
Fluchst auf den sturen Zeitenlauf
Machst Dir 'ne Welt aus Trug und Schein
Doch es wird keine andere sein

Wann kommt die Flut
Über mich
Wann kommt die Flut
Die mich berührt
Wann kommt die Flut
Die mich mit fortnimmt
In ein anderes großes Leben
Irgendwo

Und Du rufst in die Welt
Daß sie dir nicht mehr gefällt
Du willst 'ne schönere erleben
Doch es wird keine andere geben

Wann kommt die Flut
Über mich
Wann kommt die Flut
Die mich berührt
Wann kommt die Flut
Die mich mit fortnimmt
In ein anderes großes Leben
Irgendwo

anders sein:

Allen Winden Segel geben,
Gut und Bös' dienstbar leben,
Alles Tun und alles singen
Auf den eig'nen Nutzen sinnen.

Stets im kühlen Schatten gehen,
Keinem in die Augen sehen,
Starken nur die Hände reichen,
Um den Stürmen auszuweichen!

Anders Sein und anders scheinen,
Anders reden und anders meinen,
Alles loben, alles tragen,
Allen schmeicheln, stets behagen.

Nur der Lüge Worte leihen,
Jedem Heuchler gleich verzeihen,
Allen nach dem Munde reden,
nur dem Schein den Vorzug geben.

Auf der sich'ren Seite leben,
Dem Zufall keinen Namen geben,
Immer brave Lieder schreiben,
Keine Angst nach außen zeigen.

Anders Sein und anders scheinen,
Anders reden und anders meinen,
Alles loben, alles tragen,
Allen schmeicheln, stets behagen.

Wirst ein schönes Leben haben
Doch an Dir selbst verzagen!
Kannst nun alle Mädchen kriegen,
ach, würd Dich eine nur lieben!
Wirst die falschen Freunde haben,
Die die Wahrheit Dir nicht sagen!
Und am Ende ganz allein
So furchtbar anders sein!

Anders Sein kann auch bedeuten,
Sich nicht jedes Mal zu häuten,
Wenn der Wind sich einmal dreht,
Schmerzhaft ins Gesicht Dir weht!
Nach dem eig'nen Weg zu suchen,
Auch einmal für and're bluten!
Nicht die Augen zu verschließen,
Und den Gegenwind genießen!

I don't speak human:

Deep within the shadows, I'm the hungry wolf you fear
But I can see that you're the only evil creature here
Before you came we lived in peace but you brought us death
I sing my pain up to the moon but it's a waste of breath.

Because I don't speak human
You can't understand a word I'm saying
I don't speak human
You can't understand a word I'm saying

Upon a wing, a flying thing, to you I seem so small
But I look down on what you've done, my raven's eye sees all
You people like a cancer grow, destroying all you see
and 7 billion mutant monkeys won't listen to me

Because I don't speak human...
You can't understand a word I'm saying
I don't speak human
You can't understand a word I'm saying

I won't run this human race, your war is not for me
I hear the voices from the wild, they thought me how to see
It's us who are the strangers here and we don't own the land
My words they fall upon deaf ears, cause no-one understands

Because I don't speak human
You can't understand a word I'm saying
I don't speak human
You can't understand a word I'm saying

Now you tell me that I'm wrong and animals don't feel
you say the earth is not alive and only we are real
You try to tell me to behave, that I must act like you
But I just stick my fingers in my ears and say ''Fuck you!''

'Cause I don't speak human!
I can't understand a word you're saying!
Because I don't speak human
I can't understand a word you're saying.
I don't speak human
I can't understand a word you're saying.
Because I don't speak human
I can't understand a word you're saying
I don't speak human
I can't understand a word you're saying.
'Cause I don't speak human!

destruction preventer:

I'm at home where my coat's hanging,
I'm a shepherd of raising sun
I believe and trust in my land,
I control, I am in charge of
Everyones future, red button is mine

Miss the times when I was roaring
in the center of all mankind
I said how they should live your life,
I controlled, I was in charge, now
I think the red storm will rise and destroy us all.

Heat in the center, destruction preventer
If you release one, you release 'em all
You can't defend Her, kneel down and surrender
Your end is at hand, if they blow

If you go and have their way now,
you will never have your choice
Catch a breath of air in your lungs,
it might be your never get to
do it again because this now this is the end

Yesterday I saw a light, moving fast across the sky
Now I see glow, left and right,
Stars are falling down tonight, I fear...
And the pouring rain, eating my green grass,
leaving a stain
Never healing back to be the same

Now tell me who won here tonight
The price, of winning worthless fight
We'll make the same mistakes again
Unless, this is truly the end

Heat in the center, destruction preventer
If you release one, you release 'em all
You can't defend Her, kneel down and surrender
Your end is at hand, if they blow

blank file:

It is your new best friend, new eye in your private den
And you can find the world inside it every day
They know what you did today, hear everything you say
And when they send you mail,
they know where you will go sometime next day

They know your life, they have a file about you
They built your life, so they...

Know what you like and know what you yearn
but they don't know a thing about me
I'm not that easy, I'm blank file in their memory

Caught in the web again, inside your private den
Where you can go to moon
or meet some people you will never see
You are a file in there, money in an open fair
You're a slave among the slaves, waiting for future with a fear

They know your life, they have a file about you
They built your life, so they...

Know what you like and know what you yearn
but they don't know a thing about me
I'm not that easy, I'm blank file in their memory

Still they try to take over, control my life,
but no one can do it but me
I'm not that easy, I'm blank file in their memory

Know what you like and know what you yearn
but they don't know a thing about me
I'm not that easy, I'm blank file in their memory

I am waiting, hoping and praying
to see - how this - will end - when they go down

How can it be, that you cannot see
what they are doing with thee
You are a life, new file in their memory, now they

Know what you like and know what you yearn
but they don't know a thing about me
I'm not that easy, I'm blank file in their memory

How can it be, that you cannot see
what they are doing with thee
spending your time, living your life
inside their machines there is one empty file, it is me

Wildfire II - One With The Mountain:

"Hello"

So here I walk up the road back home,
This place is me, my skin, blood and bones
You'd have to remember in order to fear me
"Your past will now burn down your town"

There is a mountain, in the horizon
Rebuilding the fire, the flames are arising
I am the flint and the kindler they need

This is where we used to live
You were scared. You all were.
You cast me out, all for one, family.
You draw my blood, they will burn down your town

There is a mountain, in the horizon
Rebuilding the fire, the flames are arising
Strong is the fear, and the anger it breeds

I can take all the blame, for the sake of my name
Our blood on your hands, running hot in my veins
They say: "Do yourself well and stay away from your family" What??!

Build a wall on the hill and write a book out of fear
Then aim a gun at your son to keep him safe from us
You´re not foolish, you're insane. They would die for me. Twice.

Build a wall on the hill, write a book out of fear
You are out of your minds, blind; your love´s the killing kind…

Children play,
Your riddles and games
Are hurtful, this pains me to know, they will teach them to fear.
But if anything, they teach them to hate
- the bells of my fate play my songs,
But I don´t want to dance anymore
But I don´t want to dance anymore
Cause I don´t want to dance with fire!

Love is the infinite power
You´re gonna sing when the mountain tells you,
Now, you'll sing, you'll bow, as we dance around you
In a dream, you believe, you have seen our soul,
You have seen our heart,
You have seen through the wall,
You have seen what we are,
But what have you learned?

I can take all the blame, for the sake of my name
Our blood on your hands, running hot in the veins
They say: "Do yourself well and stay away from your family" -what??!

Build a wall on the hill, write a book out of fear
Aim a gun at your son, keep him safe from us
You're not foolish, you're insane. They will love me till death

Build a wall on the hill, write a book out of fear
Aim a gun at your sons, make them all read it
You are out of your minds, your love is the killing kind…

Write a book about us, family infamous
Memorize every leaf, every word, every phrase
See your name on the last page…
Consumed by fire

...The bells of my fate play a song, but I don´t want to dance anymore
…but I don´t want to dance anymore
... Cause I don´t want to dance with fire!

The innocence slain, the price you have paid
So tonight, if you teach your own children to hate
Remember to tell of both heaven and hell
Never open those gates for the weak...

Because we're up on the mountain…
We are one with the mountain…
Cause we are the mountain, one with the Mountain
Wildfire Mountain…
Wildfire…

Wildfire III - Wildfire Town, Population:

You didn't come in peace, wear a flower in your hair
Didn´t mean to harm anyone of us in here
You need what you take, like a candle needs a snowflake

The roots are alive and the bodies will rise
You can try the same, but you'll never have a dice
Waging a war to a mountain; death, eruption

Know that if Mountain wants you all begone, thou wilt be gone

You bring in the machines... "fire in the hole!"
Money is the power, morals gotta go
Tomorrow comes and the law is not a problem.
Corruption.

On every standing nail a hammer is to fall
No value in the oddities, evolution's gone
Talk is cheap but the suits are not

Thy will be done, thou wilt be dead

You dig another hole in the one you´re standing in
Nothing is enough for Generation Greed
Angels die for the cause, long live the faction

If you have access, "it is fine to reave!"
You only destroy to be able to leave
This planet one day, what a perfect day!

Thy will be done, Thy will be done,
Thy will be done, thou wilt be dead.

Fiat iustitia, Pereat Mundus
Tulkoon oikeus, tuhoutukoon maailma

Seen so many of you die, thy will be gone. Yay!

You are wasting your life, use a pen as a knife
Always wanna take more than you ask for
All your promises reek, gluttony makes you weak.
Our planet is ever so grateful,
Grateful when your offspring´s gone: done!

Gomorrah be gone, revolution, a new spin
You don´t wanna dance in the ballroom you´re in
Mountain gives no hope, line up to die now.

You are in a battle you´re not supposed to win
Still you run to your death, face it with a grin
Run home, kids, while you still have homes

A place where you learn about harmony and peace
These you never knew, wish you would, but never will
It's in your blood, but your blood runs thin

The Mountain still wants to believe, you can turn the page again
You lose your hope here, one by one
Listen to me, son, you've got nowhere to run

You are not perfect at anything, least of all in things we were always good at

Slow to learn, you are slow to learn, children grow and burn, 'cause you'll never learn...

Thy will be done, Thy will be done,
Thy will be done, Thy will be, Thy will be...
...thou wilt be dead.

Species, generations. Extinct? Evolved?
What you call progress, must be put on hold
To let you have your way is not an option

"Using his burgeoning intelligence, this most successful of all mammals has exploited the environment to produce food for an ever increasing population.
Instead of controlling the environment for the benefit of the population, perhaps it is time we control the population to allow the survival of the environment."

Terrawolf
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Re: Meine liebsten Liedtexte

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