Frohe Weihnachten!

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Frohe Weihnachten!

Beitrag von Mondstern am Do Dez 24 2015, 09:53

Sicher sollten die meisten es schon am Datum gemerkt haben oder daran, dass man das letzte Türchen am Adventskalender aufgemacht hat:

Heute ist Heilig Abend!

Also, frohe Weihnachten! Oder auch nicht, je nachdem was ihr feiert oder auch nicht feiert :)
Wie plant ihr, die Feiertage zu verbringen? Wisst ihr schon, was ihr bekommt? Wenn nicht, dann schreibt es doch später, wenn ihr eure Geschenke ausgepackt habt! ^-^
Ich persönlich habe als Geschenk für euch alle was gemalt, auch wenn ich jetzt kein Profizeichner bin xD
https://i68.servimg.com/u/f68/16/54/45/33/weihna10.jpg

Euch allen noch ein frohes Fest! ^-^ Und ich entschuldige mich, dass ich mit meinen Ansprachen nie an eine gewisse andere Person rankomen werde xD

~~~~~~~~~~°*°~~~~~~~~~~~

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Spoiler:

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Re: Frohe Weihnachten!

Beitrag von Ivypool~Chessy am Do Dez 24 2015, 12:18

Weihnachtsstimmung ist für dieses Jahr auf jeden Fall gestorben, falls sie jemals da war. ಠ‿ಠ Zumindest nach letztem Dienstag. Und davor... Mein Leben war diesen Monat eigentlich nur Stress und Musik, da hatte Weihnachten nicht wirklich viel Platz. (Und meine erste freie Zeit, jetzt wo ich kurz Auszeit von Schule habe, war auch nur Angst, Bleach und Take Out. Ouch.)

Was für heute geplant ist? Ich hoffe, ich kann heute tatsächlich endlich meinen Vater im Krankenhaus besuchen und ich hoffe, dass er halbwegs klar im Kopf ist. Bescherung gibt es dann danach abends. Ich poste später, was ich bekommen habe.

Morgen sollen, obwohl wir eigentlich dieses Jahr Weihnachten ohne Familie feiern wollten, meine Großeltern kommen... Ich schätze mal, die haben sich spontan hier noch eingeplant, weil sie sich ein wenig Sorgen um mich und Dodi machen. Wenn wir Glück (?) haben, dann kommt bald meine kleine Cousine/Cousin (was es jetzt auch immer wird) auf die Welt, da meine Tante momentan hochschwanger ist und das Kind schon seit 4 Tagen fällig ist. Lehrerkinder kommen halt in den Ferien, ehehe. Also, falls das Kind kommt, dann fahren wir an dem Tag oder dem Tag darauf nach Köln und sind somit am 26. oder 25. eventuell gar nicht zuhause. Je nachdem was passiert.

Willkommen an Bord der MS Totales Chaos und tut mir leid, falls dieser Text nicht ganz kohärent war. Oh, und natürlich: Frohe Weihnachten, ihr alle!

~~~~~~~~~~°*°~~~~~~~~~~~

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Or break this deal. "
 

(Bitte ignoriert alle meine Beiträge die vor 2014 geschrieben wurden, okay? xD)

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Re: Frohe Weihnachten!

Beitrag von Schimmerstern am Do Dez 24 2015, 17:26

Hallo^^ Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, auch wenn mir persönlich das Festnichtviel bedeutet^^ Ich bin grad so glücklich, hier zu schreiben, von euch zu lesen, auch, wenn das nicht glücklich ist, dass ich dauernt grinse^^

Gestern Abend habe ich zufällig eine drei Jahre alte Geschichte ausgekramt, sie heute noch ein bisschen abgeändert und fertig gestellt und so schenke ich sie euch als eine Art Geschenk (; Ich habe euch alle wirklich sehr gern, ich hab gar keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll.

1.Kapitel:
1. Spiegelbild



Stille. Eine liebliche, schwermütige Stille, wie man sie nur selten zu hören bekommt, umgab mich und ich fühlte mich so frei. Selten bekam ich die Chance zu einer solchen Ruhe, aufgrund meiner familiären und häuslichen Situation. Es war mir geradezu eine Ehre, ab und zu eine solch reine Stille erfahren zu dürfen.
An den Wochenenden ging ich gerne des Nachts aus dem Haus, in meinen Lieblingsklamotten gekleidet, wanderte dann querfeldein durch meinen Wohnort und die umliegenden Felder und legte mich irgendwann einfach mitten ins Gras nieder, um den funkelnden Sternenhimmel zu betrachten und die tiefe Nachtruhe zu erfahren.
Mir war klar, dass das komisch wirken musste, aber ich liebte es! Nur Schade, dass niemals jemand von meinen nächtlichen Ausflügen erfahren würde… Es ist ja schön und gut, sich allein einen Platz der Stille zu suchen und dort einige Stunden zu verharren, aber je öfter ich diese Wanderungen unternehme, desto mehr wünsche ich mir, jemand würde mir dabei über den Weg laufen. Jemand, der genauso denkt und fühlt, wie ich. Jemand, der mich versteht. Ich seufzte leise auf. Jedes Mal wünschte ich mir aufs Neue dasselbe, doch nie wurde mein Wunsch erhört.
Ärgerlich, dass sich heute wohl schon wieder nichts dergleichen ergeben würde. Immerhin lag ich hier auch schon seit geraumer Zeit herum. Ich tastete vorsichtig nach meiner Taschenuhr, die ich an einem schlichten, schwarzen Bändchen um den Hals trug und öffnete sie. Nachdem ich den kleinen Schalter, den ich selbst eingebaut hatte, umlegte, warf ein kleines Lämpchen etwas Licht auf die Uhr, sodass ich die Zeit ablesen konnte. 2:37 Uhr. Ja, vielleicht sollte ich langsam wirklich wieder nach Hause… Je länger man so auf dem Boden liegt, desto kälter wird einem, da helfen auch noch so warme Gedanken nicht sonderlich viel. Es war immerhin Winter, auch wenn es noch nicht geschneit hatte. Kurzerhand setzte ich mich auf und kam unbeholfen auf die Füße.
Verdammt, meine Jacke war schon wieder nass vom Morgentau… Als ich mich gerade auf machen wollte, den Heimweg anzutreten, vernahm ich unweit von mir ein Geräusch, das nicht hätte da sein sollen. Es war das Knacken eines Zweiges. Blitzschnell wandte ich mich in die Richtung, aus der ich das Geräusch zu hören geglaubt hatte, um. Doch war zwischen den Weinreben nichts zu erkennen. Vermutlich war es also nur wieder ein verlorenes Karnickel gewesen… Ich drehte mich also wieder um und nahm nun wirklich die Heimreise auf. Doch plötzlich vernahm ich das Klappern von Schuhen auf dem Boden. Ich erstarrte für einen Augenblick. Doch ein Kidnapper? Aber wenn es einer wäre… Warum rannte er dann weg? Oder hatte ich einen anderen Träumer aufgeschreckt? Mit hoffnungsvollen Gedanken darauf, dass mein Wunsch sich vielleicht ja heute erfüllen würde, schüttelte ich die Paralyse ab und folgte der Gestalt, die ich noch in der Ferne fortlaufen sah.
„Hey, verdammt, bleib doch stehen!“, rief ich der nicht gerade langsam rennenden Person hinterher. Ich hatte zwar auch ein schnelles Tempo drauf, doch war meine Ausdauer beschränkter… Die fremde Person drehte ihren Kopf kurz nach hinten, um nachzusehen, wer da gerufen hatte, und stolperte eiskalt über einen Stein, den er somit übersehen hatte. Geistesgegenwärtig machte ich einen Satz nach vorne und hielt die Gestalt am Arm fest, auf dass sie nicht schmerzhaft auf dem gepflasterten Boden der Weinbergsstraße würde landen müssen. Doch hatte ich meinen vom liegen noch schwachen Knochen da zu viel Kraft zugedacht, denn wir fielen kurzerhand beide hin. Hallelujah, einmal einen riesigen Applaus an Heldin Schimmer. Unweigerlich musste ich zu Lachen beginnen, als ich auf dem Boden lag, mit geprelltem Arm und schmerzendem Hintern. Das war doch mal echt lächerlich – da erfüllte sich einer meiner Lebenswünsche und ich vermasselte den Anfang einer vermutlich noch viel versprechenden Freundschaft direkt. Mein Gegenüber fand die Situation wohl nicht ganz so witzig. Im Gegenteil – das Mädchen (wenigstens als das hatte ich die Fremde schon identifizieren können) starrte mich an, als wäre ich von einem anderen Stern. Ich konnte es ihr wohl nicht verübeln, so ziemlich jeder wäre total geschockt, wenn er nachts um halb 3 einer ungefähr gleichaltrigen Person begegnen würde, die dich mit Rufen zum Stolpern bringt, versucht, dich aufzufangen, mit dir zusammen auf den Boden knallt und sich dann noch den Arsch ablacht, oder?
„Haha, Sachen gibt’s, was hast du denn um diese Uhrzeit hier draußen zu suchen?“, grinste ich die Unbekannte fröhlich an, nachdem ich meinen Lachanfall beendet hatte. Das Grinsen wich mir allerdings kurzerhand vom Gesicht, als ich die andere länger betrachtete. Diese verblüffende Ähnlichkeit… Das konnte doch nicht wahr sein! Dunkelbraunschwarze Haare umrahmten ein schmales, rundliches Gesicht mit etwas dunklerem Teint als dem meinen, aus dem mich zwei braune Augen perplex anstarrten. Es war der Blick, der in diesen Augen lag, der mich so verwunderte. Denn auch in den ihren lag diese Abenteuerlust. Diese Suche nach etwas, mit dem man der Langeweile des alltäglichen Lebens entkommen konnte. „Wer… bist du?“, brachte ich stotternd hervor, als ich meine Sprache wieder gefunden hatte. Die Dunkelhaarige schien erst einen Moment darüber nachzudenken, ob sie mir trauen konnte, ehe sie sich dazu entschloss, dass dies wohl der Fall war, und leicht schüchtern antwortete: „Mein Name ist Nika. Eigentlich Annika, aber alle nennen mich nur Nika.“ Ich lächelte sie an. „Wenn man etwas mit den Buchstaben deines Namens spielt, kommt Kanni raus. Und als ich dich vorhin das erste Mal gehört habe, hab ich gedacht, das Geräusch würd nur von einem Kaninchen kommen… Darf ich dich auch Kanny nennen, Nika?“ Das Mädchen zuckte nur mit den Schultern. „Ganz wie du willst. Magst du mir auch verraten, wer du bist…?“
„Oh, ja, natürlich! Wie hatte ich nur vergessen können, mich vorzustellen? Ich bin Parrelia Fallerfy, nenn mich, wie du willst.“ Ich grinste meine neue Freundin glücklich an. Sie betrachte mich skeptisch und meinte dann: „Gut, dein Name klingt verdächtig nach Pralinen, aber Kanny klingt wenigstens cool… Also nenn ich die Parra, in Ordnung?“ Meine Augen begannen feurig zu funkeln. „Parra? Oh Mann, ich glaube, daran kann ich mich echt gewöhnen. Es fühlt sich irgendwie so an, als würde dieser Name zu mir gehören… Danke, Kanny.“
Ich war wirklich glücklich. Dieser Name war wie für mich gemacht. Und ich bin nie selbst drauf gekommen, aber eine mir fremde Person einfach mal so aus dem Nichts… Nachdem ich ein friedvolles Gebet zum Himmel gesandt hatte, in dem ich mich für diese Begegnung bedankte, wandte ich mich wieder dem Mädchen zu. Sie schien etwas jünger als ich selbst zu sein, aber von der Höhe her glich sie mir. Das wunderte mich etwas, sonst wurden immer Witze über meine Winzigkeit gemacht.
„Also, was ich hier draußen mach weiß ich ja auch nicht so recht, aber was machst du hier? Hab dich noch nie vorher jemals irgendwo angetroffen, glaub ich.“ Sie nickte bedächtig. „Hm, ich wohn schon seit ich klein bin hier. Aber du bist mit bislang auch noch nie aufgefallen – dabei sollte man doch meinen, in unserem Mini-Dörfchen kennt sich jeder.“ Ich lachte, verwundert darüber, dass sie genau das aussprach, was ich auch eben erst gedacht hatte und vergaß dabei sogar, dass sie meine eigentliche Frage gar nicht beantwortet hatte. „Ich wohn aber auch erst seit ein paar Jahren hier und hab mit den Leuten vom Ort nicht so viel zu tun… Hab meine Freunde eher anderswo.“
„Ich auch…“, stimmte sie mir zu. Sie versuchte es zu verstecken, doch war es mir schon immer ein Leichtes gewesen, die wahre Laune aus der Stimme anderer Personen herauszuhören. „Man kommt hier schwer raus, hm?“, fragte ich mit verständnisvollem Blick.
„Oh ja, das kannst du aber laut sagen. Vor allem mit diesen Eltern.“ Sie hatte also Probleme mit ihren Eltern? Hm, vielleicht würde ich da ja helfen können… Ich liebte es, zu helfen.
„Aber immerhin ziehen wir bald um!“, fügte sie etwas fröhlicher hinzu. „In den Ort, wo auch meine Oma wohnt, weit weg von hier… Da wohnt auch meine beste Kindergartenfreundin, Mara.“ Irgendwie kam ich mir vor, als hätte mir soeben jemand mit einem ganz schön harten Holzbrett gegen den Kopf geschlagen. Ich mein… Da lernte ich nach Jahren der Einsamkeit in meinem scheiß Kaff mal jemanden kennen, der wie mein zweites Ich war, und erfuhr direkt, dass dieser jemand umziehen würde? Das versetzte mir einen kleinen Stich ins Herz.
Ich musste einen ziemlich depperten Gesichtausdruck bekommen haben, denn Kanny fing unweigerlich zu lachen an. „Was machst du denn für ein Gesicht? Ist das jetzt so schlimm, dass ich wegziehe? Wir kennen uns doch gar nicht!“, grinste sie mich an. Ich nickte bedächtig, sagte: „Ja. Ja, da hast du wirklich Recht…“, und fiel in ihr Lachen mit ein.
„Wir ziehen erst in ungefähr zwei Monatan um.“, meinte das Mädchen dann lächelnd, nachdem wir zu Lachen aufgehört hatten.
„Na, dann haben wir ja noch etwas Zeit, einander kennen zu lernen, hm?“ Meine Augen blitzten freudig auf, als ich aufstand. „Weißt du, ich hab letztes Wochenende eine Sternschnuppe gesehen und mir gewünscht, bei einem meiner nächtlichen Ausflüge endlich mal jemanden zu treffen. Der Wunsch hat sich erfüllt.“
Die Dunkelhaarige erhob sich ebenfalls vom staubigen Boden und meinte ganz seriös: „Na, hättest dir doch denken können, dass Dinge, die man sich wirklich von ganzen Herzen wünscht, auch wahr werden können – das ist die Macht der Gedanken.“
Meine Augen wurden groß und rund: „D-du glaubst also auch an solches Zeugs? An die Macht der Gedanken, die Existenz von Magie und das es für jedes Wunder eine Erklärung gibt?“
Während wir in Richtung Ort heim zu laufen begangen, meinte sie nur Achselzuckend: „Ja, so in der Art schon. Ich mein… Nur, weil einem niemand glaubt, heißt dass nicht, dass man mit solchen Theorien falsch liegt. Das Gegenteil von ihnen konnte schließlich auch noch keiner hundertprozentig beweisen.“ Ich lächelte zufrieden in mich hinein, als ich voller Enthusiasmus antwortete: „Eben! Genau so seh ich das nämlich auch!“ Ja, das klang wirklich nach einer viel versprechenden Freundschaft mit verblüffenden Gemeinsamkeiten.
Ich war glücklich, zum ersten mal seit langem.

2.Kapitel:
2. Albtraum


Das Mädchen lief zielstrebig durch die düsteren Gassen ihres Ortes. Die Straßenlaternen warfen nur spärlich Licht auf die Umgebung, demnach war sie größtenteils in Schatten getaucht. In dem Rucksack, den sie sich in einem wütenden Kurzentschluss über die Schulter geworfen hatte, lagen ihre wenigen Habseligkeiten: ein Foto von Freunden, ihr Portemonnaie mit etwas Geld aus dem Vorrat ihrer Eltern, Kleidung, ein Buch, Kulturbeutel, Handy mit Aufladekabel und Kopfhörern, eine Haarbürste, Personalausweis. Sie hoffte inständig, dass diese paar Dinge fürs Erste reichen würden. Aber zuhause kotzte sie einfach alles so an! Sie wollte unbedingt fort. Nur wohin… Das wusste sie selbst noch nicht. Sie würde einfach in den nächstbesten Zug steigen und schauen, wohin das Schicksal sie fuhr. Das hatten ihre Eltern jetzt davon. Pah.
Am Bahnhof angekommen blieb sie im Schein einer Laterne stehen, um im Fahrplan nachzulesen, wann der nächste Zug käme. Das Licht lies ihr kurzes blondes Haar golden erstrahlen. Aus einem Busch starrte ein Augenpaar hervor und betrachtete die junge Erwachsene unaufhörlich. Bemerkte sie es nicht oder war es ihr einfach egal, dass sie verfolgt wurde? Wie mutig – oder auch wie töricht – musste man sein, um sich so leichtsinnig zu verhalten? Die Blonde warf einen Blick auf ihre Armbanduhr und nickte zufrieden. Anscheinend brauchte sie nicht mehr lange zu warten, bis sie ihren Ausriss verwirklichen konnte. Dann kramte sie aus ihrem Rucksack ein kleines, schwarzes Büchlein sowie einen dünnen Stift hervor. Die Person im Busch hielt sich noch verdeckt, begann nun jedoch in leisem Singsang ein Gedicht in die Stille der Nachtluft zu sprechen:

[k]Fräulich, erfreulich,
Ich freu mich -
Du dich auch?

Atmest, bewegst dich nicht.
Ängstlich,
Durchschaut.

Ein Lächeln – Lächle!
Ein Stich,
Aus.

Fräulich, erfreulich
Ich seh dich
Du mich auch?[/k]

Etwas Silbernes blitzte in der Dunkelheit auf. Das Mädchen stand wie paralysiert da und durchbohrte die Person, die sich hinter dem Gebüsch versteckte, mit eiskaltem, ungerührtem Blick.
„Ich hab dich schon von Anfang an bemerkt. Und das ist übrigens mein Gedicht, also wird’s mir wohl keine Angst machen, hm?“ Anscheinend bewegte sich der Angesprochene, denn für einen kurzen Moment war ein Rascheln aus dem Busch zu vernehmen. „Und hör auf dich zu ritzen, ich erkenn die Nagelschere ja von hier…“ Stille. Dann krabbelte ein etwa acht jähriges Mädchen aus dem Gebüsch. „Ach Manno! Ich wollte dir doch Angst einjagen!“ Der wütende Blick der älteren brachte sie allerdings zum Schweigen.
„Wer bist du eigentlich? Du läufst mir heute ja nicht das erste Mal hinterher. Und nur so als Info: Kinder hab ich am liebsten mit Rosmarinkartoffeln und Soße. Also wenn dir dein Leben was wert ist, halt dich lieber von mir fern.“ Die Kleine zeigte sich allerdings recht unbeeindruckt. Im Gegenteil – sie schien sich eher riesig darüber zu freuen, dass sie nun endlich eine Chance bekam, sich vorzustellen: „Meinen wahren Namen verrat ich dir nicht, ich bin ja nicht blöd“, meinte sie oberschlau mit einem Nicken zu dem schwarzen Buch, dass das Mädchen in der Hand hielt (es war ein Planer, in dem sie glorreich ihren Tag der Flucht hatte eintragen wollen, aber hey), „aber du kannst mich gern Bloody nennen – ich liebe blutige Sachen.“
„Blödi passt besser…“, entgegnete die Blonde genervt. Das junge Mädchen machte ein beleidigtes Gesicht. Nach einer Weile, in der die ältere sich eine Fahrkarte besorgte und die Nervensäge dabei mit aller Seelenruhe ignorierte, fragte diese, als wäre nichts gewesen: „Und wie heißt du? Ich komm jetzt mit dir, das würd ich wenigstens gern deinen Namen wissen und –“
„Nein, du hälst jetzt deinen dummen Mund, sonst stopf ich ihn dir. Und mit mir kommen tust du schon mal gar nicht.“, wurde die Kleine harsch unterbrochen. Um ihre kleine Konversation zu beenden fuhr der Zug auch gerade im rechten Moment auf dem Gleis ein. Sich vergewissernd, dass Bloody ihr nicht folgte, stieg die Blonde in das Gefährt und suchte sich einen Sitzplatz.
Kaum eine andere Person außer ihr war im Zug. Nur ein alter Herr, der mit dem Hut übers Gesicht gezogen allein in einem Viersitzer und ein kleines Mädchen mit dunkelblonden Haare und Bobschnitt, das am Ende des Ganges in ein Buch vertieft dasaß, leisteten ihr Gesellschaft. Leicht wehmütig lies sie sich auf einem gemütlich aussehenden Sitz nieder, während der Zug anfuhr. Moment – ein kleines Mädchen mit Bobschnitt?! Mit schlechter Vorahnung drehte sie ihren Kopf wieder zu dem Kind hinüber. Tatsächlich – da saß die Nervensäge und grinste sie triumphierend an. „Ich hab doch gesagt, dass ich mit dir komme.“, meinte sie frech und setzte sich kurzerhand neben die ältere. Anscheinend war sie doch noch schnell in den Zug geschlüpft, bevor er abgefahren war. Die Blonde vergrub nur resigniert ihr Gesicht in den Händen. Als sie wieder aufblickte, war ihre Stimme gefährlich ruhig. „Gut, Bloody, ich sag dir jetzt, wie ich heiße, dann erklärst du mir, wieso du mich verfolgst und dann schmeiß ich dich an der nächsten Station aus dem Zug, okey?“ Die Kleine nickte mit gekreuzten Fingern.
„Also gut… Mein Namen ist Selene Monette, Prinzessin von Schwabstein. Das liegt in Schwabenien. Gehört nicht zur EU.“ Ihre Stimme triefte nur so vor Sarkasmus. Bloody machte ein beleidigtes Gesicht. „Hör mal, ich werd dir nicht von der Seite weichen, wenn du mir noch nicht einmal deinen Namen verrätst.“ In den Augen der Blonden klang das eindeutig nach einer Drohung. „Okey, okey, dann eben… Ich bin Moon. Reicht das?“ Die jüngere lächelte zufrieden.
„Ich hab meine Familie verloren. Und vom Waisenhaus bin ich abgehauen, weil die da echt scheiße zu einem sind. Seitdem ich hab ich kein zuhause mehr. Und seit ich dich vor ein paar Tagen irgendwo gesehen habe, wie du so blöden Typen die Meinung gegeigt hast, hab ich mir gedacht, du könntest mich bestimmt auch beschützen, wenn welche hinter mir her wären… Und ich wollte dich kennen lernen.“ Die Geschichte ließ Moon nicht ganz ungerührt. Aber das würde sie der Vollwaisen niemals zeigen. Das ginge gegen ihren Stolz. „Ach, und deswegen musstest du dir gleich meinen Haarschnitt zulegen? Hör mal, ich bin zu jung, um die Verantwortung für irgendein dahergelaufenes Kind zu übernehmen, such dir lieber ne andere Pflegemutter.“ Doch das Mädchen zeigte sich den Worten hin unbeeindruckt. „Du bist doch auch von zuhause weg, oder? Ich hab gesehen, wie du deine Sachen gepackt hast. Allein umherzureisen macht doch auch keinen Spaß… Lass mich bei dir bleiben.“ Wenn es eins gibt, dass Kinder richtig gut drauf haben, dann ist es dieser „Ich bin süß, nimm mich mit!“-Blick, dem einfach keiner widerstehen kann. Selbst ein Kinderhasser kriegt da ein weiches Herz. „Na gut, dann komm halt mit mir.“, hörte sich Moon sagen, ohne es wirklich kontrollieren zu können. „Aber nur, wenn du–“ Noch ehe sie ihre Bedingung fertig aussprechen konnte, umarmte das kleine Mädchen die ältere Freudentränen vergießend. „Danke, Moon, das werde ich dir nie vergessen!“, heulte sie in den Pulli der anderen hinein. Diese erkannte mit leidendem Gesichtsausdruck, dass sie soeben den größten Fehler ihres Lebens gemacht hatte und überlegte sich, wie sie die kleine Nervensäge am besten loswerden könnte.
Ein Albtraum.

3.Kapitel:
3. Schneefall


Fußspuren im Schnee führten zu einem bescheidenen Haus. Es war noch sehr früh am Morgen und diese Abdrücke der kleinen Füße waren eine der wenigen Vertiefungen in dem reinen Weiß. Ansonsten lag die Straße still und heimelig da. Ruhig und bedächtig.
Das Mädchen holte ihren Schlüssel aus der Tasche und schloss die Tür auf. Nachdem sie die Brötchentüte abgelegt hatte, begann sie den Tisch zu decken. Ihre Familie schlief noch.
Es war für sie nicht ungewöhnlich, während sie alle noch schliefen innerhalb der Ferien bereits den Tisch zu decken. Sie schlief morgens nie besonders lange und liebte es, anderen eine Freude zu bereiten. Von außen aus betrachtet, würde manch einer behaupte, ihr Handeln und Umsorgen käme dem einer Mutter gleich – dabei war sie die jüngste im Haushalt.
Bald war Weihnachten. Dieses Mal wohl mit Schnee und darüber würde sich ihre Familie freuen. Sie lächelte. [k]Ich hab nur einen Wunsch…[/k]

„Warum zieht ihr so kurz nach Weihnachten um?“ Ich versuchte meiner Stimme nicht anmerken zu lassen, wie sehr mich das mitnahm. Der zweite Monat war bereits zur Hälfte vorüber. Weihnachten stand vor der Tür und damit das Fest der Liebe und Freundschaft, doch für mich hatte es einen bitteren Beigeschmack bekommen.
„Hey, sei nicht so betrübt. Ich kann sehen, dass du den Tränen nahe bist, auch, wenn du es zu kaschieren versuchst, Parra.“ Kanny lächelte und drückte die Hand ihrer Freundin. „Dieses Weihnachten können wir uns sehen. Die letzten Jahre über, waren wir immer alleine und wussten nicht einmal, dass es die andere gibt. Mach dir doch keine Gedanken über etwas, das noch in der Ferne liegt! Jetzt gerade bin ich hier, bei dir. Das sollte das einzige sein, was zählt.“
Es half nichts. Ich war wieder so traurig in letzter Zeit. Obwohl die Begegnung mit Kanny mein Leben um Längen aufgebessert hatte, so schwebte doch andauernd der Gedanke an das baldige Verlassen über mir. Weihnachten, das Fest der Familie und Liebenden. Für mich hatte es keine Bedeutung, denn meine Familie war…
Ich setzte ein breites Lächeln auf. „Ja, du hast Recht. Lass uns Schlitten fahren, es hat geschneit!“ Ich stürmte voraus. „Ich hol schnell unseren Schlitten, bin gleich wieder da!“
Obwohl Kanny die Tränen nicht sehen konnte, die ihrer Freundin nun übers Gesicht liefen, blickte sie ihr niedergeschlagen nach. Es lief nie alles glatt auf dieser Welt, das erfuhr sie ebenso am eigenen Leib, wie jeder andere es tat. Aber sie schien dennoch besser damit umzugehen, als das rothaarige Mädchen, das ihr in letzter Zeit so wichtig geworden war. Sie wollte ihr helfen, doch sie wusste nicht, wie. Ein Seufzen entkam ihren Lippen.
[k]Irgendwer…[/k]

Die Zugfahrt war lang gewesen, so lang, wie sie schlief – und das versprach eine wirklich ausgedehnte Zeitspanne. Das jüngere Mädchen hatte sie erstaunlicher Weise schlafen lassen. Ach, mittlerweile war es ihr egal, dass sie ihr folgte. Sie wurde sie sowieso nicht los. Und Recht hatte sie ja – alleine zu reisen ist einsam und das kann ganz schön langweilig werden. So hatte sie immerhin jemanden bei sich, über den sie sich aufregen konnte.
„Sehr geehrte Damen und Herren, dieser Zug hat am nächsten Bahnhof eine Aufhaltezeit von mindestens 30 Minuten. Durch den unerwarteten Schneefall kam es zu diversen Verzögerungen im Nah- und Fernverkehr und die Strecke muss erst wieder als vollkommen schnee- und bahnfrei angegeben werden, da wir nicht Ihre Gesundheit gefährden wollen. Ich bitte Sie um ihr Verständnis und wünsche Ihnen schon mal eine frohe Weihnacht.“
„Oh nee, ey…“, grummelte die Blonde. Nicht nur, dass diese olle Ansage sie aus ihrem Schlaf gerissen hatte, nein, es bedeutete für sie auch noch, aussteigen zu müssen! Zumindest empfand sie diese Fügung des Schicksals als solches, da sie sich vorgenommen hatte, sofort diesen Zug zu verlassen, wenn irgendetwas geschah, dass ihr nicht passte. Und es passte ihr nicht, auch noch warten zu müssen, wenn sie nicht einmal wusste, wohin es ging.
„Bloody, ich steig aus. Kannst mitkommen, wenn du magst. Kannst es auch lassen. Ich komm nicht wieder.“ Die Kleine sprang leichtfüßig auf und folgte der Frau, die sie bewunderte. Sie war die erste Person, die sie nahm, wie sie ist – die sie annahm und mit sich nahm, und das, obwohl sie erst abgeneigt gewirkt hatte. Ein wohliges Gefühl breitete sich in Bloody aus. „Danke…“, flüsterte sie leise in den frühen Abend hinaus.

Er warf einen kurzen Blick aus dem Fenster. Er wohnte direkt an einer Bushaltestelle, die merkwürdiger Weise ein beliebter Treffpunkt in seinem Wohnort war. Menschen huschten vorbei, meistens in Eile, und beachteten einander nicht. Eben war zum Beispiel ein rothaariges Mädchen in eine große, aufgrund der Kälte dick eingepackte Person hineingerannt und versuchte sich nun, für ihre Blindheit zu entschuldigen, während ihr Gesicht beinah so rot angelaufen war, wie ihre flammenen Haare. Er schüttelte den Kopf. Die beiden Mädchen hatte er schon öfter gesehen. Sie waren ihm aufgefallen, weil sie einsam wirkten. Erst vor kurzem hatte er die rothaarige zum ersten Mal aufrichtig lächeln sehen, als sie mit einer schwarzhaarigen, ebenso kleinen Person wie sie selber es war, durch die Gegend lief.
Das größere Mädchen, dass sich nun auch zu entschuldigen schien, weil sie nie Umstände bereiten wollte, wurde meistens Sandi genannt. Über sie wurde viel gesprochen, da sie in den Augen der Allgemeinheit meistens negativ auffiel. Dabei war sie nur anders. Dabei zeigte sie nur ihre Individualität und lebte so, wie es ihr am besten gefiel. Erstaunlicher Weise schien es sie nicht zu stören, was andere über sie dachten. Sie war wohl mit der Rothaarigen befreundet, man sah sie öfter zusammen. Eben halfen sie einander auf und umarmten sich dann. Irgendwie war es schön, sie beide zu sehen. Eigenartige Individuen, die sich gefunden hatten. Er fragte sich, ob es nicht merkwürdig war, sich über Leute Gedanken zu machen, die er kaum kannte.
Er beobachtete. Er wusste von dem jungen Mädchen, das immer als erste beim Bäcker ist. Er sah oft die Rothaarige mit ihren Freunden. Der Junge, der gern seinen Freunden von den Ideen, die ihm im Kopf herum schwirrten, zu Geschichten und zu eigenen Programmen, zu Bildern und zu Foren. Er hatte von dem Zug gehört, der heute stecken geblieben ist und ihm waren die beiden blonden Frauen aufgefallen, die streitend an seinem Fenster vorüber gelaufen waren und sich offensichtlich über genau diesen Zug aufgeregt hatten. Er sah das Lächeln, das manche Fremde einander schenkten, weil sie jemand anderen nett fanden und ihn wissen lassen wollten, das dem so ist.
Nie hatte er sich wirklich mit ihnen unterhalten, aber er kannte diese Menschen. Und obwohl er sich selber nicht ganz erklären konnte, weshalb, machte er sich Gedanken über sie, über geradezu Fremde, und wachte insgeheim darüber, dass sie nie zu einsam wurden. Wenn er an sie dachte, ab und zu, ganz nebenbei, dann würden sie nicht in Vergessenheit geraden und nie gänzlich allein gelassen sein. Sie würden es kaum wissen, aber im Fall der Fälle würde er zu ihnen kommen, ihnen helfen, wenn sie etwas alleine nicht schaffen, mit ihnen reden, wenn sie die Last auf ihren Schultern alleine kaum mehr tragen können und an sie denken, damit man sie nicht vergisst.
Das war es ihm wert, auch wenn wohl nur er davon wusste. Es machte ihn irgendwo froh. In dem Moment fing er das Lächeln eines Passanten auf, der ihm zunickte, beinah anerkennend. Ein warmes Gefühl. Er lächelte zurück.
Ja, so wie es war, war es doch eigentlich ganz gut.

4.Kapitel:
4. Weihnachten


„Mama, darf Steffi herkommen?“ Sie fragte es ganz beiläufig, es musste ja niemand wissen, wie wichtig es ihr war.
„Klar, wenn sie mag. Sie ist schließlich deine Cousine und vielleicht kommt ja auch ihre Mutter mit. Mich würde es freuen.“
Ungläubigkeit, Ruhe. Dann unbändige Freude und Unruhe. „Oh mein Gott, danke Mama, ich sag ihr sofort Bescheid!“ Sie weinte fast und fasste es kaum. [k]Dieses Mal sehe ich heute Abend wohl nicht nur meine Familie.[/k]

Sie hatten sich ein Zimmer gemietet, die Waise hatte sogar ausnahmsweise genug Geld dabei, um ihren Anteil zu bezahlen. Ein Zug, der einen Tag vor Weihnachten stecken blieb, wo gab es denn so was… Pff.
Moon hatte Bloody rausgeschickt zum Spielen, damit sie ihre Ruhe hatte. Allerdings war das jüngere Mädchen nun schon eine ganze Weile fort und obwohl sie das ungern zugab, machte sie sich langsam Sorgen. Sie verließ das Hotel und machte sich auf die Suche.

„Mooooon!“, rief Bloody laut, sobald sie ihre Freundin auf sich zukommen sah und winkte wie wild mit den Armen. „Guck mal, ich hab hier voll nette Leute kennen gelernt!“ Sie strahlte. Irgendwie erfüllte dieser Anblick Moon mit wärmender Freude.
„Ich bin Kain und das sind Winter, Frost, Tig und Shadow. Das sind natürlich nicht unsere echten Namen, aber im Rollenspiel…“ Er tat so, als sei das ganz selbstverständlich. „Guten Tag.“
Moon wusste nicht ganz, was sie davon halten sollte. Ein wenig eifersüchtig war sie schon. Sie fand nicht so schnell Freunde.

Ich war gerade mit meinen Geschwistern einen Schneemann bauen, als ich hörte, wie jemand einen Namen rief, der mir wohlbekannt war. Moon. Moon?
Bevor ich mir falsche Hoffnungen machen würde, ging ich ganz langsam zu unserem Hoftor, öffnete es und blickte die Straße hinab. Einige Leute waren an der Bushaltestelle versammelt. Das wunderte mich, denn eigentlich fuhr um diese Zeit herum kein Bus und an einem Feiertag sowieso nicht.
„Ich bin mal kurz weg.“, rief ich meinen Geschwistern zu. „Vanessa, kommst du mit?“, wandte ich mich noch kurz an meine ältere Cousine. Sie nickte kurz, sie kannte sie auch. Wir hatten hin und wieder unsere Differenzen, aber ich liebte sie. Auch wenn wir manchmal tagelang nicht miteinander redeten. Sie war ganz anders, als meine Freundin, die denselben Vornamen trug. Dennoch haben beide einen ähnlichen Platz in meinem Herzen.
Wir setzten uns in Bewegung.
Moon. Konnte das denn sein?

„Hol du deine Cousine grad vom Bahnhof ab, ja?“
Die Worte klangen ihr den ganzen Weg über noch im Kopf. Sie konnte ihre Freude kaum beschreiben. Nun lag der Bahnhof direkt vor ihrer Nase. Sie musste sie nur noch finden, und dann…
„Mondi, bist du das?“ Sie wurde angetippt, sie hatte die Person kaum bemerkt. So tief war sie in Gedanken versunken gewesen, dass sie beinah den Menschen verpasst hatte, den sie suchte. „… GEPPY!“ Sie fiel ihr um den Hals. Sie hatten sich lange nicht mehr gesehen.
„Hallo, hey, hi, ich freu mich so!“
Da sie beide denselben Vornamen hatten, hatten sie sich einst diese Spitznamen überlegt. Eine alte Erinnerung, die sie eng verband und durch welche diese Namen eine besondere Bedeutung für sie hatten. Es war auch eine Freundin von Geppy dabei, die die beiden begleitete.

Am Bahnhof stand noch eine andere junge Frau, sie wusste auch nicht so recht, was sie hier tat. Sie wollte eine Freundin besuchen, der sie allerdings wegen ihrer strengen Eltern nicht Bescheid gesagt hatte.
„Heh, Tessi, kannst du grad Nika schreiben, dass sie zur Bushaltestelle kommen soll?“, bat sie ihre Verwandte, die im selben Ort lebte, wie die Freundin, die sie heute besuchen wollte.

Meine Haare leuchteten im Schnee. Je näher ich der Haltestelle kam, desto mehr Namen hörte ich, die mir bekannt vorkamen. Das konnte doch nicht wahr sein…
Aus Richtung des Bahnhofes kamen einige Leute ebenfalls auf die zentral im Ort liegende Haltestelle zugesteuert. Wie das Schicksal es verlangt, sollten wir uns alle dort treffen.

Mondi, Polar, Ivy, Moon. Meine ältesten Freunde.

Kanny traf Toasty, und lernte die anderen nach und nach kennen.

Bloody begegnete ich heute zum ersten Mal, doch sie schien mir, wie meine Tochter.

Geppy, Shadow, Frost, Winter, Tig, Kain. Sie saßen auch dort, sie waren auch Menschen, die ich kennen und lieben gelernt hatte.
Sandi und Nebel, ebenso wie Berry, Wildi, Gifti, Luna, Silber, Glanz, Nova und Träumer waren unter den vorbeiziehenden Passanten, einige mit ihren Familien auf dem Weg zur Kirche, andere auf den Weg zu Verwandten und Freunden oder schlichtweg: Nach haus.

Lime war direkt an meiner Seite, als meine Cousine. Und meine restliche Familie… Ich hielt plötzlich inne, selbst mein Atem stockte. Meine Familie. Was machte ich mir eigentlich ständig Gedanken darüber, wie unwohl ich mich mit und bei meiner blutsverwandten engsten Familie fühlte? In diesem einen Moment… Für einen kurzen Augenblick, waren all jene Leute, die mir das Gefühl von einer richtigen Familie bescherten, direkt bei mir. Einige ganz nah, so wie Moon, die ich gerade umarmte oder Bloody, die mir soeben ihre halbe Lebensgeschichte erzählte und welche ich mit jedem Wort mehr lieb gewann. Einige beinah so, dass man unsere Verbindung nicht sah, wie bei Wildi, die bloß ihren Weg durch die Gassen suchte oder Luna, die mit ihren Freunden lachte oder Shadow, der sich mit Sandi etwas abseits der Gruppe unterhielt.
Und einer war sogar gänzlich abseits von uns, in seiner Wohnung, mit dem Fenster zur Haltestelle hin. Auch er gehört zu unserer Familie, die wir uns selbst erwählt haben, und gemeinsam bei euch – das war mir nie klarer als in eben diesem Moment – fühle ich mich rundum wohl und glücklich.

Ein solches Weihnachten, das ist mein Traum.

Ich hab versucht, euch alle drin vor kommen zu lassen^^ Hoffe, niemand fühltsih ignoriert oder zu wenig bedacht. Ich hatte leider auch nichtso viel Zeit, aber ich hoffe, ein paar von euch finden das ganz nett (: Und wie gesagt, derGroßteil davon ist sau alt |D

Frohe Weihnachten euch allen.


PS: Aww, Mondi, das Bild gefällt mir echt gut^^ *neuer Desktop-Hintergrund owo*
Chessy, dir wünsche ich... einen einigermaßen schönen Abend.

~~~~~~~~~~°*°~~~~~~~~~~~



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Re: Frohe Weihnachten!

Beitrag von Lunaspring am Do Dez 24 2015, 22:18

Frohe Weihnachten :) Ich  bin auch nicht so auf Weihnachten gestimmt. Kein Schnee. Familienmitglieder die man nicht leiden kann. Das wird schön ^^

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten :D

~~~~~~~~~~°*°~~~~~~~~~~~


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Re: Frohe Weihnachten!

Beitrag von Glanzstaub am Fr Dez 25 2015, 11:39

Euch auch allen Frohe Weihnachten
Also ich habe eigentlich nur Zeichensachen bekommen Very Happy Und heute gehts dann zu den ersten Großeltern und morgen fahren wir nach Frankfurt zu den anderen. Und dann gehts über Silvester bis ans Ende der Ferien zu meiner Mutter. Aber Weihnachten war schon immer stressig, also bei uns jedenfalls...
Naja, ich hoffe ihr habt auch alle etwas schönes bekommen Smile

LG Glanz

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Re: Frohe Weihnachten!

Beitrag von Ivypool~Chessy am Sa Dez 26 2015, 20:00

Eigentlich ist es schade, dass ich dieses Jahr nicht allzu viel vom Fest habe... An den Weihnachtsfestagen habe ich normalerweise immer das Gefühl, dass die Zeit still steht... So als ob ich nie wieder Teil des normalen Alltags werden muss. Der 24. und 25. sind so gut wie die einzigen freien Tage, an denen ich mich nicht schlecht fühle, weil ich nichts tu'.

Am 25. waren, wie gesagt, meine Großeltern da und wir waren nochmal meinen Vater besuchen, dem es nach seiner OP zum Glück wieder besser geht. Morgen wird er dann zum Glück entlassen. Ohne taktlos sein zu wollen, ich war relativ froh, als meine Oma und Opa wieder abgereist sind. Meine Oma hat mir bewiesen, dass sie sogar an Weihnachten ein nitpicker ist... War trotzdem irgendwie schön.
Den Tag heute habe ich total unproduktiv verbracht. Ich hab' weiter Fire Emblem gespielt und meine neuen Kopfhörer ausprobiert und mehr auch eigentlich nicht wirklich. Hab natürlich auf der Stelle Schuldgefühle entwickelt und werde deswegen gleich versuchen, den Tag durch irgendeine Form von Produktivität irgendwie noch zu retten. Dafür ist es zwar etwas spät, aber egal.

Ach, stimmt, ich wollte ja noch was über meine Geschenke schreiben.
Also ich habe 3 Fire Emblem Spiele bekommen (Fire Emblem, Fire Emblem: Sacred Stones, Fire Emblem: Awakening), 3 Mangas (Death Note Band 4, 2 Ace Attorney-Mangas), Parfüm, Blue Tooth-Kopfhörer, einen handgestrickten Schal, ein Bild und ein Katzen-Plushie + 50 Euro. Damit bin ich mehr als zufrieden, vielleicht bekomme ich sogar noch was, aber das weiß ich gerade nicht.

Ach ja, Schimmers Geschichte ist total süß~ So ein Weihnachten wäre echt schön.

~~~~~~~~~~°*°~~~~~~~~~~~

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Or break this deal. "
 

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Re: Frohe Weihnachten!

Beitrag von Schimmerstern am Mi Feb 24 2016, 19:35

Weihnachten als was ruhiges und stressfreies... Wow. Das muss schön sein ^^ Und mach dich nicht immer für alles schuldig, Chess. Das ist so zermürbend, und bringt dich selbst nicht voran.

Etwas many much late, aber ich muss unbedingt noch mit meinem Weihnachtsgeschenk strunzen xD Ich hab doch oft von meinem Schwanenring erzählt, den ich jeden Tag getragen hab. Na ja, der ist im Sommer, kurz nach meinem Geburtstag kaputt gegangen. (Hals ist abgebrochen. |D Könnt euch ja vorstellen, dass ich das erstmal als ein sehr böses Zeichen gedeutet hab. Ich meine, das Ding war quasi ein Teil meiner selbst.)
Na jaa, jedenfalls - ich muss immer noch grinsen -, hat meine Mutter mir dieses Weihnachten einen neuen geschenkt. Er sieht dem alten sehr ähnlich, ist aber sehr viel stabiler und eleganter. Allein der Ring an sich ist mir schon sehr wichtig, gerade wegen des Verlustes des alten, aber er hat für mich umso größeren Wert, da meine Mutter ihn mir geschenkt hat. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie sich so etwas aus meinem Leben merken würde, wie das mit meinem Ring. Ich habe noch nie einen solchen Vertrauens- und Liebesbeweis von ihr aus erfahren. ^^
Bild:
kein besonders gutes oder scharfes bild, aber trotzdem:

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Re: Frohe Weihnachten!

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