Das Aschenmello

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Das Aschenmello

Beitrag von MoonLess am Do Mai 31 2012, 12:19

♂ x ♂ Wahrnung. Es ist aus Lw beim Putzen entsanden, also nicht wundern. Trozdem viel spaß mit einem Death Note märchen xD

Einem reichen Mann wurde seine Frau krank, und als sie spürte, dass ihr Ende kam, rief sie ihr einziges Söhnchen zu sich an's Bett und sprach: »Liebes Kind, ich muss leider diese Welt verlassen... Doch ich werde vom Himmel auf dich herabblicken und in deinem Herzen bei dir sein.«
Daraufhin schloss sie die Augen und starb.

Der Junge ging jeden Tag hinaus zu dem Grab seiner Mutter und weinte. Als der Winter kam, bedeckte der Schnee das Grab, und als ihn die Sonne im Frühjahr wieder fort geschmolzen hatte verstarb auch sein Vater. Mello, so lautete der Name des Jungen, wurde zu einem anderen Mann gebracht.
Dieser Herr hatte zwei Töchter, die zwar schön anzusehen wahren, jedoch alle beide kein gutes Herz hatten. Von da an begann eine schlimme Zeit für das arme Waisenkind. Die Schwestern nahmen ihm seine schöne Kleidung weg, zogen ihm einen grauen Kittel an und gaben ihm plumpe, hölzerne Schuhe.
»Seht einmal - die stolze Prinzessin, wie sie herausgeputzt ist!«, riefen sie gehässig, lachten und führten den Jungen dann in die Küche.
Dort musste er von morgens bis abends schwere Arbeit schaffen: Noch vor der Morgendämmerung aufstehen, Wasser in's Haus tragen, Feuer anfechten, kochen und waschen. Außerdem quälten ihn die Schwestern, wo sie nur konnten. Sie verspotteten ihn, schütteten ihm die Erbsen und die Linsen in die Asche, sodass er sich setzen und sie wieder auslesen musste. Abends musste er sich neben dem Herd in die Asche legen und dort schlafen.
Und weil er deswegen immer staubig und schmutzig aussah, nannten sie ihn das Aschenmello.

Als der junge Angestellte, Near, einmal verreisen wollte, fragte er die Stieftöchter, was er ihnen mitbringen sollte. »Schöne Kleider«, sagte Misa; »Perlen und Edelsteine«, meinte die andere.
»Und du, Mello«, sprach er, »was willst du haben?«
»Near, der erste Zweig, der dir auf deinem Heimweg an den Hut stößt, den bich mir doch bitte ab. Und vielleicht etwas Schokolade...«
Er kaufte nun für die beiden Schwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine, und auf dem Rückweg, als er durch einen grünen Busch hindurch ritt, streife ihn ein Haselzweig und stieß ihm den Hut vom Kopfe. Da erinnerte er sich an die Bitte Mellos, brach den Zweig ab und nahm ihn mit. Die Schokolade hatte er allerdings vergessen. Als er zuhause ankam, gab er den Mädchen, was sie sich gewünscht hatten und Mello erhielt den Zweig von dem Haselbusch. Der Blonde danke ihm, ging zum Grab seiner Eltern und pflanzte den Zweig darauf. Dabei weinte er wegen der Schokolade so sehr, dass die Tränen darauf niederfielen und den Zweig begossen. Dieser wuchs und wuchs und wurde zu einem schönen Baum. Mello ging jeden Tag zu ihm, weinte und betete, und allemal flog ein weißes Vöglein auf die Äste, und wenn der Blauäugige einen Wusch aussprach, so warf ihm der kleine Vogel herab, was es sich gewünscht hatte. So war Mellos Schokosucht gerettet.

Eines Tages trug es sich zu, dass der König für sein Sohn ein 3 tägiges Fest veranstaltete, wozu alle schönen Mädchen im Lande geladen wurden, damit sich sein Sohn eine Braut wählen konnte. Als die zwei Schwestern hörten, dass sie auch erscheinen sollten, wahren sie lustig und vergnügt, riefen nach Mello und sprachen: »Kämme uns die Haare, bürste unsere Schuhe und mache uns die Schnallen fest, wir gehen zur Brautschau auf des Königs Schloß.«
Mello gehorchte, weinte jedoch, weil er auch gerne zum Tanz mitgegangen wäre, und bat Light, seinen Stiefvater, er mochte es ihm doch erlauben, mitzukommen.
»Du, Aschenmello.«, sprach er, »Du bist ein Junge, voller Staub und Schmutz und willst mit zum königlichen Fest? Du hast nichts festliches anzuziehen und willst tanzen?«
Als das Aschenmello aber nicht aufhörte, zu bitten, sprach er endlich: »Da habe ich dir eine Schüssel Linsen in die Asche geschüttet; wenn du die Linsen in zwei Stunden wieder ausgelesen hast, darfst du mitgehen.«

Der Junge betrat durch die Hintertür den Garten und rief: »Ihr zahmen Täubchen, all ihr Vögel unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen, die Guten ins Töpfen, die Schlechten ins Kröpfchen.«
Da kamen zum Küchenfenster zwei große Tauben herein geflogen und nach und nach ließen sich noch mehr Vögel in der Asche nieder. Sie fingen zu an picken und lasen die Linsen auf. Kaum war eine Stunde vergangen, waren sie schon fertig und flogen wieder davon. Da brachte der Junge die Schüssel schnell zu Light.
Aber der sprach: »Nein, Aschenmello, du hast keine Kleidung und kannst nicht Tanzen; du wirst nur ausgelacht.«
Daruf kehrte er ihm den Rücken zu und eilte mit seinen Beiden Töchtern fort. Nun wo keiner mehr zuhause war, ging Mello zu dem Grab seiner Eltern und rief: »Bäumchen, rüttel dich und Schüttel dich, wirft gold und Silber über mich.«
Da warf der Vogel ein goldenes und silbernes Kleid herunter, sowie mit Seide und Silber ausgestickte Pantoffeln. »´n Kleid? Bist du doof, ich bin ein Kerl!«, protestierte Mello. Der Vogel kam vom Baum herab und verwandelte sich in eine gute Fee mit schwarzem, strubbeligem Haar. »Aber auf das Fest dürfen nur Mädchen und ihre Eltern - du hast keine andere Wahl, als das Kleid zu tragen.«
Daraufhin zog sich Mello in aller Eile das Kleid an und machte sich auf den Weg zum Fest.

Seine Schwestern und der böse Stiefvater erkannten ihn nicht und meinten, dass er eine fremde Königstocher sei. Der Prinz schien das ebenfalls zu denken, denn er kam ihm entgegen, nahm ihn bei der Hand und tanzte mit ihm.
»Wie heißt du, Süße?«, fragte er ihn. Mello sagte nichts. Wenn er jetzt sprach, würde der Prinz an seiner Stimme erkennen, dass er ein Junge war und dann...
Der Königssohn stellte weitere Fragen, auf die der Blonde jedoch nicht anwortete.
Mello tanzte bis es Abend war, dann wollte er nach Hause gehen. Aber der Prinz, dessen Namen Matt war, sprach: »Ich gehe mit und begleite dich~« Denn er wollte sehen, wo das Mädchen seiner Träume zu Hause sei - doch Aschenmello entwische ihm.

Als Light und die Schwestern Heim kammen schlief Mello schon auf seinen Platz in der Asche, als ob nichts gewesen währe.
Die nächsten zwei Tage liefen genauso ab. Mello bekamm von der Fee immer ein noch schöneres Kleid als am Vortag und verdrehte ungewollt dem Prinzen den Kopf.
Als es am dritten Tag Abend wurde, musste Mello fort, doch wie immer wollte Matt ihn begleiten. Der Blonde entwischte dem Prinzen jedoch so geschwind, dass er ihm entkommen konnte. Doch Matt hatte sich eine List ausgedacht und die ganze Treppe mit Pech bestrichen. Und als Mello sie herabeilte, blieb sein linker Schuh an dem Pech hängen und der Prinz hob ihn auf.

Am nächsten Morgen ging er zu seinem Vater, Rodd, und sagte bestimmt zu ihm: »Keine andere soll meine Frau werden, als diejenige, an deren Fuß dieser Schuh passt.«
So ritt der Prinz von Haus zu Haus, doch nie passte jemand der Schuh. Als er an Aschenmellos Haus ankam, freuten sich die beiden Schwestern schon, denn sie hatten schöne Füße. Die Älteste, Misa, ging mit dem Schuh in die Kammer und wollte ihn anprobiren, doch er passte nicht. Auch die andere Tocher schaffte es nicht, sich in den Schuh zu zwegen.
»Habt ihr ihr keine andere Tochter?«, fragte der Prinz Light.
»Nein.«, antwortete der Mann höflich, »Nur noch ein Sohn, aber der kann unmöglich ihre Braut sein!«
Doch der Königssohn sprach, der Stiefvater solle den Jungen hohlen. Also musste Mello gerufen werden.
Als dieser erfuhr, dass Matt gekommen war, um nach ihm zu suchen, wusch er sich fix die Hände und das Gesicht von Asche ab und ging zu dem Prinzen, der ihn genau musterte, während er sich anstandshalber vor ihm verneigte.
»Zieh den Schuh an.«, befahl er Mello und reichte ihm den Schuh. Der passte wie angegossen und Light, sowie die Schwestern, erschraken sehr. Doch der Prinz nahm Mello auf sein Pferd und ritt mit ihm fort.
»Ist es dir etwa egal, dass ich keine Frau bin?«, fragte Mello ihn schüchtern.
»Dass ist doch egal... Ich liebe dich.«, sagte er einfach und gab Mello einen Kuss. »Das Kleid stand dir aber sehr gut~«
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann knutschen sie noch heute : P

FIN

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Re: Das Aschenmello

Beitrag von Schimmerstern am Do Mai 31 2012, 17:17

Oh mein Gott, das hier ist mein Lieblingsmärchen xD *lach* Genial, du hast die Idee viel besser umgesetzt, als ich dachte o.o Die Geschichte ist wirklich einfach nur zu geil xDD

~~~~~~~~~~°*°~~~~~~~~~~~



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Re: Das Aschenmello

Beitrag von MoonLess am Do Mai 31 2012, 17:52

ich finde die geschichte kake... xD dafür das ich fast zwei stunden an ihr verschwendet habe... ich finde nur Prinz Matty gut...

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Re: Das Aschenmello

Beitrag von Schimmerstern am Do Mai 31 2012, 18:24

Wieso findest du die schlecht? o.O Die Geschichte zählt zu meinen absoluten Favoriten aller Geschichten und du meinst, sie wär doof? Also echt... Nee, ernsthaft, ich find das mit der Schokolade zum Beispiel total genial, genauso wie das: »´n Kleid? Bist du Doof, ich bin ein Kerl!« (Weil Mello auch immer so männlich is, ne xD) Und bei dem was das Kleid betrifft bin ich ganz Matts Meinung, darin sah Mello sicher traumhaft aus xD Eigentlich ist das ganze Märchen total genial, viel besser, als das Original!
Ach ja, wie machst du die Anführungszeichen? An meinem PC gehen die nur so: „“, und nicht so, wie du's immer machst...

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Re: Das Aschenmello

Beitrag von Polarlicht am Do Mai 31 2012, 18:27

Die Geschiche ist echt klasse *-*
Da haben sich die 2 Stunden aber wirklich gelohnt, die du an der Geschichte gesessen bist :3

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Re: Das Aschenmello

Beitrag von MoonLess am Do Mai 31 2012, 19:59

Danke für die Kommis xD
Was den Mello will halt immer Männlich sein xDDD
Also die mach ich mit meinem 3Ds, da sind die bei Symbole drin. und weil sie schön essehen benutze ie sie einfach..

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Re: Das Aschenmello

Beitrag von Gast am Do Mai 31 2012, 20:41

Coole geile story^^ ich versteh zwar nichts von Death Note aber die Story ist cool

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Re: Das Aschenmello

Beitrag von Buchenkralle am Sa Jun 02 2012, 19:44

Oh Mann, die Story ist echt so genial *____*
Endlich mal nicht so eine konservative ' Er ist der große, männliche Held, sie das hingabungsvolle, brave Weib'
Ich weiß nicht, ob es dir bewusst ist, aber mit solchen Geschichten tut man auch etwas gegen Homophobie. Find ich klasse. Und das Ganze ist auch noch witzig und neckisch verpackt. Absolout genial.
Lg, Buche

~~~~~~~~~~°*°~~~~~~~~~~~

B-day Geschenk von Schimmer :) Daaanke <3
Spoiler:
Ich wünsche dir, dass außer mir, keiner mehr deinen Geburtstag vergisst,
Dass du heute ruhig mal etwas mehr Kuchen isst.
Dass dir jeder heute zu Füßen liegt
Und sich ja keiner mit dir bekriegt.

Freundschaft, Liebe, und Glück
Mögen dich dein Leben lang begleiten
Und hoffen wir, dass jetzt keine Mück'
Mehr deinen Fuß zersticht.

Ja ich weiß, dieses Gedicht
Ist nicht sonderlich kreativ...
Doch ist es für eine meiner allerbesten Freundinnen <3
Und so hoffe ich, dass du mir dies verzeihst.

Kein Reimschehma, kein Metrum
Weder Metapher noch Vergleich
Aber heute hat ein ganz besondrer Mensch die Ehre 13 Jahre alt zu werden, also schei* drauf :DD


Ava von Schimmer



By Moon, Danke!

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Re: Das Aschenmello

Beitrag von MoonLess am Sa Jun 02 2012, 20:58

Danke ^^" Wie gesagt, ich bin beim Putzen drauf gekommen,als mein nachbar mich Aschenmello genannt hat... xD und dann hab ich sie in Zwei stunden geschreiben... ich hab halt versucht beimKern zu beliben und witz einzubringe...
Freut mich das es so veilen von euch gefällt. Hätte ich nämlich nicht gedacht xD vielleicht sollte ich nochmehr Märchen schreiben, meine mutter is märchenfan, also daüfte das leicht werden xD

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Re: Das Aschenmello

Beitrag von Gast am Mi Jun 06 2012, 16:00

^^ ja deine Märchen sind wunderbar! und ich mag Märchen eig. nicht so gerne.

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Re: Das Aschenmello

Beitrag von MoonLess am Mi Jun 06 2012, 16:05

Ich ja auch nicht xD aber meine Mutter is großer Märchen-fan und deswegen hab ich ein paar Märchenbücher und kenn mich auch ´n bissel damit aus.

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Re: Das Aschenmello

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